Es ist zwar nicht das sagenumwobene Heilwasser aus der Ottilienquelle, das wie einst aus dem Gnombrunnen in der Friedrich-König-Straße aus dem Trinkbrunnen im Suhler Steinweg sprudelt, sondern lediglich Fernwasser aus der Talsperre Schönbrunn – aber es ist vor allem an heißen Sommertagen, von denen es immer mehr gibt, nicht minder erfrischend. Lange hat es gedauert, bis es aus der rund einen Meter hohen Edelstahlsäule im Durchgang zur Stadelstraße laufen kann. Zwar stand die Anlage schon einige Zeit im Büro von Klimaschutzmanager Michael Schäfer im Neuen Rathaus, doch dauerte es seine Zeit, bis der Zweckverband Wasser und Abwasser Suhl (ZWAS) und eine Baufirma die Installation geplant und abgeschlossen hatten. Schließlich musste dafür ein neuer, eineinhalb Meter tiefer Wasseranschlussschacht mit neuer Zuleitung gebaut werden, den der ZWAS der Stadt als seinen Beitrag zu der Anlage sponserte. Nun also ist es soweit: Wasser marsch hieß es dieser Tage und Michael Schäfer, der das Projekt im Frühjahr mit einer Bewerbung beim vom Bund geförderten Trinkbrunnen-Gewinnspiel angeschoben hatte, war der erste, berührungslose Schluck aus dem per Knopfdruck herausschießenden Wasserstrahl vorbehalten.