Neuer Pfarrer begrüßt Von der so wichtigen Gemeinschaft der Christen

Mit Olaf Schnarr wurde am Sonntag in der Asbacher Kirche ein neuer Pfarrer im Kirchspiel Schmalkalden begrüßt – der Gottesdienst war festlich.

Asbach - Brot und Salz gab es zum Einzug. Außerdem einen Gutschein für eine Stadtführung und zwei Flaschen Schmalkalder Bier. An dieser Stelle aber sollte Dekan Ralf Gebauer künftig schon etwas besser recherchierten. Zur Familie des neuen Schmalkalder Pfarrers Olaf Schnarr gehören nicht nur zwei, sondern sieben Mitglieder. Doch Gebauer reagierte spontan und meinte: „Wir legen dann noch ein paar Flaschen nach.“ Damit war für Lacher gesorgt – die Gemeinde applaudierte. Olaf Schnarr wurde aufgenommen. In die Gemeinschaft der Schmalkalder Christen.

Dass ihm Zusammengehörigkeit sehr wichtig ist, war seiner Predigt zu entnehmen. „Eine christliche Gemeinde ohne Gemeinschaft mit- und untereinander ist nicht denkbar“, stellte er heraus. Und so träumt er persönlich seit 30 Jahren von einer christlichen Gemeinde, in deren Mittelpunkt Gott steht. Von einer Gemeinde, in der Lasten, Freuden und Höhepunkte gemeinsam getragen werden. „Das geht nur, wenn man sich kennt und wenn man weiß, Gott liebt mich trotz meiner Fehler“, sagte er weiter. Die Gemeinschaft ende dabei nicht nach dem Gottesdienst. Und eine Stunde für Gott so wie im Konfirmandenunterricht, in den Kindertreffen oder den Zusammenkünften der verschiedenen Kreise – das sei einfach zu wenig. Manchmal, so Pfarrer Schnarr, denke er, dass den Menschen die Sehnsucht nach Gottes Wort abhanden gekommen sei.

Wie aber kann den Menschen der Glaube helfen, dass sein Leben gelingt? Natürlich sei das gemeinsame Essen ein wichtiger Aspekt der Gemeinschaft. Und dann sei da noch das Gebet. „Ohne das Gebet ist kein lebendiger Glaube möglich“, betonte der neue Pfarrer. Das Gebet bedeute Reden mit Gott. Es sei die natürlichste Lebensäußerung eines Christen. Dort, wo man miteinander Gemeinschaft habe, gehöre das Gebet dazu. „Dort, wo das Gebet gepflegt wird, werden Menschen sensibler“, so der Pfarrer. Er persönlich freue sich über jeden, der sich mit auf den Glaubensweg begebe. Dekan Ralf Gebauer segnete den neuen Pfarrer gemeinsam mit seinen Kollegen und mit Kirchenvorständen ein. Natürlich freute er sich über den Neuen. Und dass der Einführungsgottesdienst ausgerechnet mit Erntedank zusammenfalle, sei kein Zufall. „Wir haben sozusagen einen Pfarrer geerntet“, erklärte er und fügte hinzu: „Sie wurden sehnsüchtig erwartet.“ Froh nämlich ist man über die zu Ende gehende Vakanzzeit. Dafür hatten Milina Reichardt-Hahn, Christoph Nordmeyer und Manfred Schreiber gesorgt.

Die drei Theologen erhielten ein großes Dankeschön und einen Blumengruß zum Abschied. Mit Pfarrer Olaf Schnarr werde der Kirchenkreis Schmalkalden wieder etwas bunter, meinte Ralf Gebauer. Und das tue gut. Zudem müsse man ohnehin gemeinsam überlegen, wie Kirche zukünftig zu gestalten sei. „Und das geht nur gemeinsam“, sagte der Dekan. Sein Hinweis, Pfarrer Schnarr gehöre niemanden, sorgte für allgemeine Heiterkeit in der Kirche. Die Erklärung: Das Kirchspiel Schmalkalden setzt sich aus Haindorf, Schmalkalden und Asbach zusammen – mit eingeschlossen sind freilich auch die umliegenden kleineren Dörfer. Der Einführungsgottesdienst fand einzig deshalb in der Asbacher Dorfkirche statt, weil in der Stadtkirche zeitgleich ein Konzert veranstaltet wurde. Dekan Gebauer freue sich auf die gemeinsame Zeit im Kirchspiel. „Wir wollen gemeinsam Kirche bauen – wie das miteinander funktioniert, das bleibt unsere Aufgabe“, so der Dekan. Der Gottesdienst wurde musikalisch von den Bläsern und vom Kirchenchor ausgestaltet. Anschließend blieb noch ausreichend Zeit für gute Gespräche.

 

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