Genau darin liegt das Problem des Films: Nicht seine Vorhersehbarkeit macht ihn schwach, sondern dass er dem bekannten Muster wenig Eigenes hinzufügt.
Bei Streamingproduktionen der letzten Jahre entsteht nicht selten der Eindruck, dass Filme nur darauf bedacht sind, leicht konsumierbar zu sein. Das muss nichts Schlechtes sein. Schwierig wird es, wenn dabei kaum Figuren oder eine Geschichte entsteht, die länger als bis zum Abspann im Gedächtnis bleiben.
Gucken oder nicht gucken?
Lohnen kann sich "Mein bester Freund, seine Freundin und ich" trotzdem für Menschen, die gerade genau das suchen: einen leichten Film, dessen Erzählstränge überschaubar bleiben und bei dem man sich darauf verlassen kann, dass am Ende alles irgendwie gut wird.
Nicht jeder Film muss lange nachhallen. Manchmal reicht es, sich anderthalb Stunden unterhalten zu lassen. Wer genau das sucht, könnte mit "Mein bester Freund, seine Freundin und ich" einen entspannten guten Abend haben.