Trotz intensiver Fahndungen ist auch immer mehr Kinderpornografie im Umlauf. Wegen Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Inhalte wurden in Bayern 871 Personen verurteilt, 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
"Jeder Fall ist einer zu viel. Wer solche abscheulichen Straftaten begeht, kann sich in Bayern niemals sicher fühlen." Auch die Zahl der Verurteilten wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern stieg um 27 Prozent deutlich an - bei schwerem sexuellem Missbrauch sogar um 37 Prozent.
Keine Entwarnung: Schwerwiegender Betrug bleibt ein Problem
Schwerwiegende Fälle des Betrugs bewegen sich laut Statistik in Bayern auf einem anhaltend hohen Niveau. 882 Täter wurden verurteilt, 4 weniger als im Vorjahr. Unter dem Punkt wird eine breite Masse von Straftaten zusammengefasst - vom Abrechnungsbetrug über "Love Scam" - sozusagen eine moderne Form des Heiratsschwindels - bis hin zu illegalem Cybertrading.
Überproportional viele Verurteilte ohne deutschen Pass
Gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung in Bayern von 15,6 Prozent (Ende 2024) nehmen nicht deutsche Täter unter den Verurteilten einen überdurchschnittlich hohen Anteil ein. Unter den Verurteilten waren 54.532 Ausländer, das entspricht einem Ausländeranteil von 49,3 Prozent. Bei den absoluten Zahlen stiegen die Straftaten von Ausländern im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent an. Bei der Schleuserkriminalität hatten Ausländer einen Anteil von 95,7 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der Straftaten nach dem Asyl-, Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsgesetz, die überwiegend nur von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit begangen werden können, liegt der prozentuale Anteil der nicht deutschen Verurteilten bei 47,4 Prozent (45,1 Prozent in 2023). Im Justizvollzug stieg der Ausländeranteil von 2015 bis 2025 von 35,5 Prozent auf 51,5 Prozent.