Das Theater liefert Schlagzeilen. In hoher Schlagzahl noch dazu. Jüngst erst der heftig geschmähte „Freischütz“, dann die streitbare, aber gerade deshalb äußerst fruchtbare Auseinandersetzung mit Wolf Biermann. Schließlich Markus Lüpertz’ so sehr gefeierte wie kritisierte, malerische „Rheingold“-Interpretation. Bei all dem wird eines klar: Es geht um Kunstgenuss und um den Austausch des Publikums darüber. Das Meininger Theater ist im Jubeljahr für den Theaterherzog nämlich ein überaus lebendiger Ort der Kunst – mithin der gesellschaftlichen Debatte mit künstlerischen Mitteln. Was könnte schöner sein? Das Haus feiert unter der Leitung von Intendant Jens Neundorff von Enzberg den 200-jährigen Georg nicht mit einer schnöden Geburtstagsparty, sondern in dem sie sein Theater ein bisschen über den Thüringer Tellerrand hinaus zum Leuchten bringt. Das ist eine mehr als angemessene Würdigung.
Neue Spielzeit Das Meininger Theater kann das Unmögliche
Peter Lauterbach 10.04.2026 - 15:27 Uhr