Neue Rolle für Biathlon-Legenden Bö-Brüder feiern Comeback

Die Bö-Brüder sind zurück – aber diesmal vor der Kamera. Tarjei und Johannes Thingnes Bö werden Olympia-Experten. Nun wartet also die TV-Bühne auf die Biathlon-Legenden.

Vom Siegerpodest auf die TV-Bühne: Die Bö-Brüder beim Weltcup in Antholz Anfang des Jahres. Foto: Imago/MAXPPP

Nach dem Ende ihrer aktiven Karrieren kehren Tarjei und Johannes Thingnes Bö auf die große Bühne des Biathlons zurück – allerdings ohne Ski und Gewehr. Wie der norwegische öffentlich-rechtliche Sender NRK bestätigte, werden die beiden Ausnahmesportler die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo als TV-Experten begleiten.

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Für Tarjei Bö ist der neue Job eine spannende Herausforderung. Gegenüber NRK erklärte der 37-Jährige mit einem Augenzwinkern: „Zum Glück sprechen wir über etwas, an das wir uns noch gut erinnern können. Daher glaube ich, dass wir einige gute Analysen abliefern können. Dann werden wir sehen, ob wir uns mit der norwegischen Nationalmannschaft überwerfen.“

Auch sein jüngerer Bruder Johannes freut sich auf die neue Rolle. Der fünffache Olympiasieger und Rekord-Weltmeister sagte der norwegischen Tageszeitung Dagbladet: „Es wird sowohl unterhaltsam als auch spannend sein, den olympischen Biathlon als Experte zu begleiten.“ Gleichzeitig räumt der 32-Jährige ein, dass es ungewohnt sei, „auf der anderen Seite zu stehen“.

Unterstützung erhalten die Brüder auch aus dem eigenen Lager. Biathlet Vetle Sjåstad Christiansen zeigte sich überzeugt, dass die Bös eine Bereicherung für die TV-Berichterstattung sein werden: „Sie haben eine perfekte Mischung aus ehrlichem Feedback, Lob und Kritik.“

Während die ehemaligen Champions ihrem neuen Aufgabenfeld entgegenblicken, startet an diesem Wochenende in Östersund bereits die Biathlon-Weltcup-Saison 2025/26 – diesmal ohne die Bö-Brüder auf der Strecke, aber bald mit ihnen vor der Kamera.

Ein Blick zurück: Johannes Thingnes Bö schrieb 2023 bei der Weltmeisterschaft in Oberhof Geschichte. Er gewann sieben Medaillen, davon fünfmal Gold – eine Bilanz, die den Austragungsort im Volksmund vorübergehend in „Böberhof“ verwandelte.