Sohn des 1979 gestürzten Schahs beansprucht Führungsrolle
Wie bei vielen Protesten der vergangenen Jahre ertönen auch dieses Jahr Slogans wie "Tod dem Diktator", gerichtet an Irans obersten Führer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Neu ist hingegen, wie regelmäßig Demonstranten den Namen Reza Pahlavi rufen, Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Im amerikanischen Exil beansprucht der 65-Jährige inzwischen eine Führungsrolle der zerstrittenen Auslandsopposition. Für Donnerstag und Freitag rief Pahlavi zu landesweiten Protesten auf.
Sein aktueller Erfolg sei weniger seinen Führungsqualitäten zu verdanken, schrieb der iranische Kritiker Sadegh Sibakalam, sondern vielmehr der Unfähigkeit, Misswirtschaft sowie den Fehlentscheidungen der Staatsführung geschuldet. Im Land selbst gibt es seit Jahren keine politische Kraft mehr, die von den Demonstranten als glaubwürdige Opposition anerkannt wird.
Unabhängig davon, wie sich die Proteste entwickeln, will Madschid weitermachen. Er sagt: "Wir holen uns die Freiheit zurück."