Neue Idee für Besucher Ein bisschen Spielzeugstadt mit nach Hause nehmen

Norbert Pillmann von Simba Dickie zeigt die verschiedenen Spielzeuge, die kleine Besucher mit nach Hause nehmen können. Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Für die Mädchen und Jungen, die mit ihren Eltern Urlaub in Sonneberg machen oder eine digitale Stadtführung starten, gibt es jetzt immer ein kleines Geschenk. Puppe, Bobbycar oder Anhänger, die Simba-Dickie kostenlos zur Verfügung stellt, sollen immer an den Aufenthalt in der Heimat der Teddys und Puppen erinnern.

Sonneberg - Die Idee ist nicht neu, aber nach wie vor in, denn jeder, der von irgendwo ein Mitbringsel von einem der Urlaube oder Ausflüge hat, erinnert sich auch noch Jahren sofort an die schöne Zeit, die man da verbracht hat. „So was müsste man auch für die Spielzeugstadt haben?“, überlegte Lutz Lange, Geschäftsführer der Bäder GmbH Sonneberg. Im Auftrag der Stadt kümmert er sich mit seinem Team um das Image der Spielzeugstadt und baut das Stück für Stück weiter aus. Einiges ist bereits erledigt wie zum Beispiel das Spielzeug-Hotel. Anderes steht noch im Plan wie der Bahnhof, in den ebenfalls das Thema Spielzeug einziehen soll. „Aber wir brauchen noch etwas, was man mit nach Hause nehmen kann“, dachte er weiter nach und wusste auch kurze Zeit später was. „Ein Spielzeug“, stand für ihn fest.

Gerade im letzten Jahr zwischen den beiden Lockdowns habe man gemerkt, dass wieder mehr Leute in Deutschland Urlaub machen. „Wir hatten da im Vergleich zu den Vorjahren mehr Besucher im Hotel, darunter auch viele Familien“, ist Lutz Lange zufrieden. Sein Vorhaben, das Thema Spielzeugstadt mit einem weiteren „Bonbon“ zu ergänzen, wollte er nun auch in die Tat umsetzen.

Wen er sich dafür ins Boot nehmen konnte, war auch schnell klar: Norbert Pillmann von der Simba-Dickie Niederlassung in Sonneberg. „Wir arbeiten schon lange und sehr gut zusammen“, erklärt Lutz Lange. Sei es bei den Bobbycars, die man für das Wettrutschen benötigte oder bei anderen Events – die Firma unterstützte immer. Auch der Geschäftsführer der Stadtwerke, Steffen Hähnlein ist darüber sehr dankbar. „Sie sind schon jahrelang ein fester Partner, helfen unter anderem bei der famos und sind auch für die Sibylle Abel-Stiftung aktiv“, lobt er.

Lange musste Lutz Lange deshalb nicht betteln. „Das ist doch eine tolle Idee, da machen wir natürlich mit“, ist Norbert Pillmann sofort dabei. Für ihn ist das Spielzeug-Hotel ein Vorzeigeobjekt für die Spielzeugstadt.

Am Mittwochnachmittag hat er den ersten Teil der Ware ins Spielzeug-Hotel geliefert. „Ins Simba-Gebäude bitte“, fordert man ihn höflich auf. Passt, denn gerade in diesem Teil sind die einzelnen Zimmer nach den Kategorien des Spielzeugherstellers geordnet. Einen kleinen Teil davon hat der Leiter der Sonneberger Niederlassung heute mitgebracht. Püppchen in verschiedenen Größen, Schwimmnudeln, Kika-Karina als Anhänger und natürlich den Bobbycar zeigt Norbert Pillmann. „Mit dem Bobbycar hat alles angefangen“, erinnert er und ergänzt „ Bobbycar-Rennen in einem Schwimmbad gibt es nirgends.“ „Norbert eigentlich bist du ein Geschenk“, gibt Lutz Lange offen zu und bedankt sich im Namen aller für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung des Pilotprojektes.

Jedes Kind, das künftig im Spielzeug-Hotel wohnt, bekommt am Ende des Aufenthaltes eins der schönen Sachen. „Und auch die Mädchen und Jungen, die bei uns in der Tourist-Information die Stadtführung buchen“, ergänzt Susanne Müller. Vor zwei Jahren hat man die digitale Audioguide-Tour erst mal gestartet. Mit Smartphone oder Tablet kann jeder die Stadt der Spielzeugmacher aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Die Lauschtour-App wird kostenlos aufs Smartphone geladen und schon kann die Tour, die vor dem Sonneberger Rathaus startet, losgehen. Wer kein Handy hat, kann vor Ort in der Touristinformation in ein passendes Gerät ausleihen. „Diese etwas andere Stadtführung gibt es auch speziell für Kinder“, weiß Susanne Müller. Sie machen sich mit dem Bären per Tablet auf den Weg durch die Stadt. Unterwegs müssen an verschiedenen Stationen Fragen beantwortet werden, für die man dann Münzen bekommt. Am Ende im Sonnebad angekommen, darf man sich dann ein Geschenk abholen.

Auch bei Bürgermeister Heiko Voigt kommt die Idee sehr gut an. „Simba-Dickie ist ein guter Partner der Stadt und ich freue mich, dass es mit dem neuen Lager geklappt hat“, sagt er. Auf Norbert Pillmann und seine Firma könne man immer zählen, was das neue Pilotprojekt bestätige. Stolz ist er, dass man mit Simba Dickie noch eine Spielzeugfirma in der Stadt habe. „Eine Spielzeugstadt ohne eine Spielzeugfirma ist doch undenkbar“, begründet er. Die Stadt schaffe die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und wenn die Unternehmen, das etwas zurückgeben, ist das eine tolle Sache.

Norbert Pillmann nimmt das Lob dankend entgegen. Auch er ist froh, dass trotz einiger Unwägbarkeiten im Vorfeld der Bau des neuen Logistiklagers im vergangenen Jahr über die Bühne gehen konnte. Doch wie überall macht sich die Corona-Pandemie auch in der Simba-Dickie-Group bemerkbar. „Wir haben in den letzten 12 bis 14 Monaten einen Wandel durchgemacht“, macht der Niederlassungsleiter deutlich. Leider, so bedauert er, geht der zu Lasten der kleinen Händler und hin zum Online. Schade, aber absehbar, muss doch in Corona-Zeiten fast alles im Internet bestellt werden, weil die Läden geschlossen sind. Aber, und da sind sich alle einig: Es wird eine Zeit nach Corona geben und dann freuen sich die kleinen Gäste über die kleinen Mitbringsel aus der Spielzeugstadt.

 

Bilder