Neue Betrugs-Masche Ehepaar soll "Renten-Schulden" zahlen

Dreiste Betrüger haben ein älteres Ehepaar aus Schwallungen um ihr Erspartes bringen wollen. Am Apparat: angebliche Mitarbeiter der Rentenversicherung.

Eine Mitarbeiterin der Zahnarztpraxis wurde Opfer einer Betrügerin. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa

Die Anrufer behaupteten bei ihrem Anruf am 12. Februar, es hätte seit 2022 mehrere Rückbuchungen gegeben. Nun sollte das Ehepaar plötzlich mehr als 8.600 Euro Schulden haben!  Man könne ihnen aber mit einem Vergleich über 3000 Euro „entgegenkommen“. Der Betrag müsste jedoch bis spätestens 15 Uhr am nächsten Tag überwiesen werden. Und zwar auf ein Konto auf den Philippinen!

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Daraufhin wurde das Paar wurde misstrauisch. Statt auf die Forderung einzugehen, schalteten die beiden sofort die Polizei ein.

Polizei warnt eindringlich davor, Geld nach solchen oder ähnlichen Telefon-Anrufen zu überweisen. Ganz gleich, wie glaubwürdig der Anrufer zunächst wirken sollte.

In anderen Fällen drohten Betrüger, die sich als Mitarbeiter der Rentenversicherung ausgaben, mit einer Rentenpfändung wegen angeblicher Forderungen aus einem „alten Lotto‑Abo“. Um Druck aufzubauen, würden sie dabei sogar auf erfundene Tonbandmitschnitte verweisen. Oft würde auch dabei ein „Vergleich“ angeboten, wenn sofort gezahlt werd – meist auf ein Auslandskonto, warnen Polizei und Rentenversicherung.

Mitunter würden Kriminelle sogar das Telefondisplay manipulieren, sodass die offizielle Nummer der Rentenversicherung erscheint. Sie forderten Bankdaten, persönliche Daten oder Sofortüberweisungen.

Unbekannte würden täglich mit neuen Tricks versuchen, Bürger um ihr Erspartes zu bringen, so die Polizei. Diese sollte umgehend bei verdächtigen Anrufen informiert werden. Keinesfalls sollten Kontodaten preisgegeben werden.