Neue Besen In Suhl wird frisch durchgekehrt

Das neue Kehrfahrzeug wird inspiziert von Dieter Penz, Uwe Höhn und Olaf Dietzmann (v.l.) Foto: / Frank

Im Suhler Eigenbetrieb kam eine lang ersehnte Lieferung an. Ein neues Kleinkehrfahrzeug kann mit einem Jahr Verspätung in Dienst gestellt werden.

„Wir haben sehr lange auf dieses Fahrzeug warten müssen“, freut sich Jörg Treptow, Geschäftsführer des Suhler Stadtbetriebs, dass es nun doch noch geklappt hat. Mit genau einem Jahr Verzögerung ist die neue Technik in Suhl eingetroffen. Wegen der Corona-Pandemie waren mehrere Lieferketten zusammengebrochen. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als das Gerät zur Montage bereits auf dem Fertigungsband stand. Erst konnten keine Chips geliefert werden, später gab es keinen Edelstahl mehr. Also hieß es warten.

Die Kleinkehrmaschine, die in der Schweiz hergestellt wurde, ist Teil des Investitionsprogramms der zurückliegenden zehn Jahre. Mit 133 000 Euro hat die Neuanschaffung zu Buche geschlagen. Geht es nach den Worten von Jörg Treptow und Torsten Gemeinhardt, dem technischen Leiter des Stadtbetriebes, dann wird sich die Investition lohnen. Schon allein wegen des Wildkrautbesens. Er soll eingesetzt werden, um dem Bewuchs auf Bürgersteigen und Verkehrsinseln Herr zu werden.

In den normalen Verkehr wird sich das Fahrzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern einreihen können. Im Einsatz jedoch ist es mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs. Ausgerüstet ist es mit einem 350 Liter fassenden Brauchwassertank. Mehr sei nicht nötig, sagt Gemeinhardt. Denn ein vollautomatisches Wassermanagement sorgt dafür, dass die eingesetzte Flüssigkeit wieder aufgesaugt und weiter- genutzt werden kann.

Außerdem wurde das Gerät mit einem Edelstahlbehälter versehen, der 2,3 Kubikmeter Fassungsvermögen hat. Dort hinein wandert, was die drei Besen zusammenkehren. Um möglichst umweltgerecht unterwegs zu sein, erreicht die Kehrmaschine mit Euro sechs die modernste Abgasnorm. „Wir haben darauf geachtet, dass unser Fuhrpark durchweg modern, effektiv und umweltgerecht ist“, versichert Jörg Treptow.

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