Zentale Rettungsleitstelle CDU und FDP kritisieren Standort

Die gemeinsame Kreistagsfraktion von CDU und FDP im Ilm-Kreis hat die Entscheidung zum Neubau einer zentrale Rettungsleitstelle im Landkreis Gotha kritisiert. Ein Standort im Ilm-Kreis wäre die bessere Wahl gewesen.

Das neue Katastrophenschutzzentrum in Arnstadt wird gerade umfänglich ausgebaut. Die neue zentrale Rettungsleitstelle für drei Landkreise soll hier aber keinen Platz finden. Foto: Berit Richter

Mit Unverständnis hat die CDU/FDP-Kreistagsfraktion die Entscheidung der Verbandsversammlung des Zweckverbands Zentrale Leitstelle Westthüringen zur Kenntnis genommen, die neue zentrale Rettungsleitstelle für den Ilm-Kreis, den Wartburgkreis und den Landkreis Gotha in Schwabhausen bei Gotha zu bauen. „Eine Beteiligung des Kreistages erfolgte trotz Zusage bei Verabschiedung der Verbandssatzung nicht“, kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Bühl.

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Der Ilm-Kreis habe mit dem Ankauf des neuen Katastrophenschutzzentrums und einem umfänglichen Ausbau beste Voraussetzungen geschaffen, um die neue Leitstelle aufnehmen zu können. Nun solle für Millionen von Euro eine neue Leitstelle errichtet werden. „Das ist ganz und gar nicht nachvollziehbar. Direkt in Autobahnnähe gelegen und mit gutem Erweiterungspotenzial habe die Liegenschaft im Ilm-Kreis eindeutig Vorteile“, so Bühl für seine Fraktion in einer Pressemeldung.

Es sei schade, dass sich die Kreisvertreter in der Verbandsversammlung nicht durchsetzen konnten. Im Ilm-Kreis wäre auch die Umsetzung der Maßnahme aufgrund der Vorarbeiten deutlich schneller gegangen. Ganz grundsätzlich werde hoffentlich aus den Erfahrungen anderer Kreise gelernt, wo die Qualität der Entgegennahme von Notrufen durch den Zusammenschluss von Leitstellen durchaus gelitten hätte, weil sich die verantwortlichen Bearbeiter einfach nicht so gut mit den örtlichen Gegebenheiten auskannten, so die Fraktion abschließend.