Neubau 500 Millionen: Regiomed erhält grünes Licht

Hier soll das neue Coburger Krankenhaus entstehen: Die Einfahrt zum ehemaligen Bundesgrenzschutzgelände an der Von-Gruner-Straße. Foto: NP/Henning Rosenbusch

Der länderübergreifende Regiomed-Klinikverbund hat grünes Licht für den Neubau eines Krankenhauses in Coburg erhalten. Es geht um eine Investition von 500 Millionen Euro, wie Regiomed am Donnerstag informierte.

Hildburghausen/Coburg - Der länderübergreifende Regiomed-Klinikverbund hat grünes Licht für den Neubau eines Krankenhauses in Coburg erhalten. Es geht um eine Investition von 500 Millionen Euro, wie Regiomed am Donnerstag informierte. Zu den Gesellschaftern von Regiomed gehören auch die Landkreise Hildburghausen und Sonneberg.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat die Pläne eines Klinik-Neubaus auf dem einstigen Gelände des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Coburg denen einer Generalsanierung vorgezogen – der Neubau sei die wirtschaftlichere und funktionell sinnvollere Lösungsvariante, heißt es von Regiomed.

„Das Signal aus München ist ein enorm wichtiges für die gesamte Region in und um Coburg herum. Es können nun wichtige Prozesse angestoßen werden und die Gesundheitsversorgung für alle Bürger wird in den nächsten Jahren durch diesen Krankenhausneubau auf ein neues und hochmodernes Level gehoben“, freut sich der Vorsitzende des Krankenhauszweckverbands Coburg und Landrat Sebastian Straubel. Mit diesem Projekt würden hochattraktive Arbeitsplätze im medizinischen Bereich entstehen und die Region so noch attraktiver werden.

Der Hauptgeschäftsführer von Regiomed, Alexander Schmidtke, zog ein positives Fazit zum Prozess der Krankenhausplanung: „Das ist ein wunderbarer Zwischenerfolg! Wir haben im ‚Formel-1-Tempo‘ die formal-juristischen Voraussetzungen für die Zustimmung geschaffen ... Aktuell setzen wir gemeinsam mit dem Zweckverband das Projekt operativ auf“ Ziel sei, den Antrag zur Aufnahme in das bayerische Jahreskrankenhausprogramm Ende dieses Jahres einzureichen.

„Wir haben die einmalige Gelegenheit, nicht nur ein ‚normales‘ Krankenhaus für circa 500 Millionen Euro zu gestalten, sondern auch einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich wohlfühlen, der flexibel auf technischen Fortschritt und andere unerwartete Herausforderungen reagieren kann und der nachhaltige sowie betriebsfreundliche Grundstrukturen aufweist“, erklärte Schmidtke.

In den vergangenen eineinhalb Jahren hatte ein außenstehende Unternehmen einen Variantenvergleich zur Frage Generalsanierung oder Neubau des Coburger Regiomed-Klinikums vorgenommen und herausgearbeitet, dass ein Neubau als sinnvollere Option betrachtet wird. Eine Sanierung am bestehenden Klinikum während des laufenden Betriebs hätte eine jahrelange Belastung für Patienten und Anwohner bedeutet hätte.

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