Neu am Meininger Theater „Ich liebe die Oper“

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Selcuk Hakan Tıraşoğlu verfolgte schon seit seiner Kindheit den Traum, Opernsänger zu werden. Seit dieser Spielzeit ist der Bassist neues Mitglied im Meininger Ensemble.

Selcuk Hakan Tırasoglu verfolgte von Kind an den Traum, Opernsänger zu werden. Seit dieser Spielzeit ist der Bassist neu im Meininger Ensemble. Foto: /Christina Iberl

Meiningen - Der aus Ankara in der Türkei stammende Bassist Selcuk Hakan Tıraşoğlu begann seine Karriere an der Staatsoper seiner Heimatstadt. Dort sang er 14 Jahre und übernahm unter anderem Partien wie Méphistophélès in Gounods „Faust“, Ramfis in Verdis „Aida“ oder Philippe II in „Don Carlos“.

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In die Rolle des Sarastro aus Mozarts „Zauberflöte“, die er ab Juni diesen Jahres auch in Meiningen singen wird, schlüpfte Hakan bereits zu Beginn seiner Karriere. Wie damals üblich, wurden Opern in der Türkei in der Landessprache gesungen – so erklang auch Mozarts Singspiel auf türkisch. Dies wird heute meist nicht mehr gemacht, und so singt der mittlerweile seit 16 Jahren in Deutschland lebende Sänger seine Partien schon lange in der Originalsprache.

2004 gab er sein Europadebüt in Augsburg. Gastengagements führten ihn anschließend an die Deutsche Oper am Rhein, nach Lübeck, Kiel, Krefeld, Mainz, Essen, Frankfurt und Salzburg. Sein erstes Festengagement an einem deutschen Theater erhielt er 2005 am Staatstheater Braunschweig. Dort trat Selcuk Hakan Tıraşoğlu als König Heinrich („Lohengrin“), Daland („Der fliegende Holländer“), König Marke, Osmin („Die Entführung aus dem Serail“), Gremin („Eugen Onegin“), Rocco („Fidelio“), Fiesco („Simon Boccanegra“), Graf von Walter („Luisa Miller“) und Gurnemanz („Parsifal“) auf.

Ein Bassist mit so einer samtig weichen, gefühlvollen und gleichzeitig kraftvollen Stimme ist etwas Besonderes! Das dachte sich auch Jens Neundorff von Enzberg, Intendant des Staatstheaters Meiningen. Bereits bei dessen Arbeit als Operndirektor am Staatstheater Braunschweig lernte er diesen Sänger kennen, nahm ihn zunächst mit in sein Regensburger Ensemble, wo er beispielsweise Raimondo („Lucia di Lammermoor“), Komtur („Don Giovanni“), Eolo („La fida ninfa“) und Angelotti („Tosca“) verkörperte. Nun folgte er Jens Neundorff von Enzberg nach Meiningen. Auf der Bühne des hiesigen Staatstheaters ist er in dieser Spielzeit als Colline („La Bohème“), als Heinrich („Lohengrin), als Hermann, Landgraf von Thüringen („Tannhäuser“ auf der Wartburg) und Sarastro („Die Zauberflöte“) zu sehen.

Obwohl für Selcuk Hakan Tıraşoğlu schon früh feststand, dass die Oper ihn am meisten fasziniert, ist und bleibt er vielseitig interessiert. Er antwortet auf die Frage, was er neben der Oper für Musik höre: „Ich höre Musik jeder Art, sogar Rockmusik, Heavy Metall, Jazz, Pop, eigentlich alles.“ Seine größte Leidenschaft neben der Musik ist das Kochen: „Ich lebe fürs Essen“, sagt Selcuk Hakan Tıraşoğlu , und auch seine Frau ist ein Fan seiner Kochkunst. Mit ihr wohnt der Sänger inzwischen zusammen in Meiningen. Die Natur und Umgebung der Stadt haben die beiden bereits im Spätsommer bei langen Fahrradtouren kennengelernt. Hier fühlen sie sich wohl.