Bund der Steuerzahler: Kein Rundum-Sorglos-Paket vom Staat
Dass die Kosten für Evakuierungsflüge fair verteilt werden, mahnte Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, in der "Rheinischen Post" an. "Dass der Staat in solchen Fällen helfen muss, ist völlig klar – doch muss auch den Betroffenen klar sein, einen Teil dieser Kosten mitzutragen, damit die Kosten-Lasten-Verteilung fair bleibt", so Holznagel. "Klar ist auch, dass die Reiseveranstalter dabei sein müssen: Schließlich haben sie bei der Buchung Geld dafür erhalten, Rückflüge zu organisieren, die jetzt nicht stattfinden."
Holznagel sagte außerdem, dass auch bei ähnlichen Evakuierungen bereits die Kostenlast aufgeteilt wurde. "Schon bei vergangenen Rückholaktionen haben wir nachgefragt – dann, wenn der Eindruck einer Unwucht entstanden ist. Hier müssen wir bei allen Bundesregierungen feststellen: Der Staat hat kein Rundum-Sorglos-Paket ausgestellt, es gab immer eine Kostenbeteiligung der Reisenden."
Mehr Direktflüge gefragt
Die Lufthansa spürt eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika. Grund sind ausfallende Umsteigeverbindungen über die Drehkreuze arabischer Gesellschaften in der Krisenregion. Der Lufthansa-Konzern prüft daher nach eigenen Angaben, die Zahl der Verbindungen zum Beispiel nach Singapur, Indien, China und Südafrika aufzustocken.