Wolfram Hädicke strahlte als Meininger Superintendent immer Ruhe und Besonnenheit aus. Er wägte seine Worte klug ab und sprach meist leise. Ein Leisetreter aber ist er nie gewesen. Er mischte sich ein und ließ nicht locker, wenn ihn Themen umtrieben. Wenn er Umwelt und Natur in Gefahr sah, die Bewahrung der Schöpfung anmahnte und mehr soziale Gerechtigkeit einforderte. Mit seiner Meinung hielt er nicht hinterm Berg. So kritisierte er die Müllverbrennungsanlage in Zella-Mehlis genauso wie die Sozialpolitik des Landkreises und setzte sich für eine eigene Meininger Tafel ein, damit arme Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden.