Kein Bild mehr im November vom ersten Skilangläufer auf dem Rennsteig, kein Foto mehr von den fünf Weltcups im Januar in Oberhof, keine Aufnahme mehr im März von den letzten Skispringen der Saison im Kanzlersgrund. Dass etwas seit Jahrzehnten Verlässliches fehlte in diesem Olympia-Winter, dürfte aufmerksamen Sportlesern unserer Zeitung nicht verborgen geblieben sein. Es waren die Bilder von Gerhard König. Seine letzten Aufnahmen machte einer der besten und dienstältesten Sportfotografen Deutschlands Anfang Oktober zur Eröffnung der „Eiszeit“ an der Rennrodelbahn in Oberhof. Wenige Wochen später fesselte ihn eine unheilbare Krankheit ans Krankenbett. Nun, am 6. März, ist „unser Gerhard“ verstorben. Die Olympischen Winterspiele verfolgte er noch vollumfänglich im Fernsehen.