Nachbarschaftsstreit Nicht nur der Maulwurf wird gestört

Im oberfränkischen Weidhausen wird die Polizei wegen nächtlicher Ruhestörung gerufen. Der Auslöser steckt in Nachbars Garten.

Hochfrequente Töne gegen den Maulwurf nerven in diesem Falle leider auch den Nachbarn (Symbolfoto). Foto: Imago/Zoonar

Über einen kuriosen Einsatz berichtet die Polizeiinspektion in Neustadt bei Coburg: Dort hatte ein 47-Jähriger in der vergangenen Woche in Weidhausen Anzeige wegen Ruhestörung gegen seinen 55-jährigen Nachbarn erstattet. Ein Maulwurfschreck war es, der die Nachtruhe des Mannes störte. Tatsächlich hatte der 55-Jährige in seinem Garten mehrere Gerätschaften angebracht, die durch hochfrequente Töne die unliebsamen Tunnelgräber vertreiben sollten. Ob dies bisher erfolgreich war, ist den Neustadter Polizisten nicht bekannt.

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Störende wechselnde Signaltöne

Allerdings beeinträchtigten die hochfrequenten Töne, die ein solcher Maulwurfschreck abgibt, die Nachtruhe des Nachbarn, der sich nicht anders zu helfen wusste, als die Polizei zu rufen. Bei der Überprüfung vor Ort durch die eingesetzte Streife stellte sich heraus, dass die verbauten Gerätschaften durchaus dazu geeignet waren, durch die wechselnden Signaltöne störend auf die nachbarschaftliche Nachtruhe einzuwirken.

Es folgt nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen unzulässigen Lärms an das Landratsamt Coburg. Abschließend bemerkt die Polizei: „Ob diese Anzeige aber dazu führt, dass sich das nachbarschaftliche Verhältnis zukünftig verbessert, ist zweifelhaft.“