Nach Wahlschlappe der Union Bühl: Kein Regierungsauftrag für die CDU

Andreas Bühl. Foto: Danny Scheler-Stöhr

Der Ilmenauer CDU-Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführer Andreas Bühl sieht nach der Bundestagswahl keinen Regierungsauftrag für seine Partei.

Ilmenau - „Einen Führungsanspruch für die CDU in einer neuen Bundesregierung kann ich nicht erkennen. Nun ist zuerst die SPD gefragt zu verhandeln“, schrieb er am Dienstagmittag in einer Mitteilung.

Auch kritisierte Bühl deutlich, dass sich die Union mit Armin Laschet als Kanzlerkandidat in die Wahl gezogen ist. „Ich selbst und viele andere haben öffentlich den Wunsch nach einem anderen Spitzenkandidaten bekundet. Diesem wurde nicht gefolgt, sondern ein zumindest an unserer Basis ungewollter Spitzenkandidat bestimmt. Entsprechend war die Motivation vieler Wahlkämpfer und auch der Wähler vor Ort“, so Bühl. Das Wahlergebnis müsse nun auf Ebene des Bundesvorstands ausgewertet werden.

Dass die AfD den Wahlkreis gewonnen und in Thüringen so stark abgeschnitten hat, „kann uns nicht kalt lassen“, so Bühl. Bundesthemen wie die immer höheren Energiekosten und Veränderungsdruck sowie steigende Baupreise und Lebenshaltungskosten gepaart mit der Sorge vor noch höheren Steuern könnten seiner Ansicht nach nur einige der Auslöser sein.

Gedankt hat Bühl ausdrücklich seinem Parteikollegen Tankred Schipanski. „Er hat in den letzten zwölf Jahren viel für die Region bewirken können. Mehr als sich viele an der Wahlurne bewusst gemacht haben“, so Bühl.

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