Seit dem 1. Juli ist Sven Gregor (Freie Wähler) Landrat. Am 8. Oktober wird er 100 Tage im Amt sein – eine Frist, die einem neuen politischen Amtsinhaber allgemein zugestanden wird, um sich einzuarbeiten und erste Erfolge vorzuweisen. Die Pressekonferenz im großen Sitzungssaal des Landratsamtes hatte Gregor einige Tage früher anberaumt, weil er zum Stichtag im Urlaub weilen wird. „Das größte Projekt in den letzten Wochen war sicherlich die Regiomed-Insolvenz und die damit einhergehenden Beschlüsse“, sagte Gregor am Dienstag. Zum Monatsbeginn vermeldete der Landrat, dass der Übergang des Akut-Krankenhauses Hildburghausen und der Medizinischen Versorgungszentren aus dem insolventen fränkisch-thüringischen Regiomed-Verbund ebenso „mit dem heutigen Tag in eine kreiseigene Gesellschaft gewährleistet“ wird wie die Übernahme der nicht insolventen, bislang ebenfalls von Regiomed betriebenen Reha-Klinik Masserberg. Die neue Gesellschaft für rund 550 Mitarbeiter ist die Henneberg Kliniken Management GmbH. „Der Betrieb kann ganz normal weiterlaufen“, sagte Gregor. „Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement bedanken.“ Die Mitarbeiter der medizinischen Einrichtungen waren nach seinen Angaben tags zuvor über die aktuelle Lage informiert worden.