Nach dem Hausbrand Spenden und Solidarität für die Brandopfer aus Unterrohn

Der Tiefenorter Heimat- und Kulturverein hat die Norbeys aus Unterrohn, die bei einem Brand alles verloren haben, unterstützt. Auch „Freies Wort hilft“ sammelt weiter Spenden.

Marcel Borrs, Schwiegersohn der betroffenen Familie,freut sich über das Engagement von Beate Munk, Christiane Nennstiel, Daniela Matthä und Steven Gebhardt (von links). Foto: privat

Als Steven Gebhardt, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Tiefenort vom Schicksal von Familie Norbey aus Unterrohn hörte, war ihm sofort klar: „Ich möchte helfen“.

Nach der Werbung weiterlesen

Bei einem Brand am 15. Juni war das Haus des Ehepaares komplett zerstört worden. Ursache war heißes Fett, das sich beim Kochen des Sonntagsbratens entzündet hatte. Helga und Egon Norbey sowie deren erwachsener Sohn haben alles verloren und sind aktuell bei Verwandten in Tiefenort untergekommen. Schwiegersohn Marcel Borrs kümmert sich seitdem um das gesamte Organisatorische.

„Ich habe mit Marcel telefoniert und ihm angeboten, eine Kleidersammlung zu organisieren“, erzählt Steven Gebhardt. Gesagt, getan. Mit Beate Munk, Christiane Nennstiel und Daniela Matthä fanden sich drei Mitstreiterinnen aus dem Vereinsvorstand.

Die Resonanz sei großartig gewesen, erzählt Steven Gebhardt. Etliche Leute seien gekommen und hätten Kleidung, teilweise noch mit Etikett, gespendet. Zudem sei auch ein stattlicher Betrag von 1300 Euro gespendet worden, der zugunsten der Familie auf das Konto des Hilfsvereins von Südthüringer Zeitung und Freies Wort „Freies Wort hilft“ überwiesen wird. Unter dem Verwendungszweck „Brand Unterrohn“ ruft der gemeinnützige Verein weiter zu Spenden für die Familie auf. Konto: (IBAN DE39  840500 00 1705 017017 bei der Rhön-Rennsteig-Sparkasse).

Marcel Borrs ist überaus dankbar für die Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung. „Am liebsten möchte ich jedem Einzelnen Danke sage“, betonte er. Am 26. Juli soll es auch ein „Hoffest auf Schröders Farm“ im Unterrohner Frauengraben geben, berichtete er. Geplant ist ein Kaffeenachmittag mit Blasmusik und abends Musik von den Wirtshausmusikanten. Der gesamte Erlös soll den Norbeys zugute kommen.

Aktuell sichtet Marcel Borrs mit schwerem Gerät die Überreste des Hausstandes. „Die Versicherung möchte Belege für den Hausrat“, erzählte er auf Nachfrage. Glücklicherweise habe er dabei auch noch Wertsachen und einige alte Fotos gefunden. Darüber hätten sich seine Schwiegereltern sehr gefreut.