Musikschulkonzert am Wasserfall Von Stück zu Stück zueinandergefunden

Klara Lochner
Drei Musikschulen, 34 Grad: Das Konzert am Wasserfall war für die Musiker eine Herausforderung. Foto: privat

Am Samstag stellten die Musikschulen aus Eisenach, dem Wartburgkreis und Schmalkalden ein hörenswertes Konzert auf die Beine – mit kleinen technischen Problemen und verbunden mit einem guten Zweck.

Bei 34 Grad Celsius im Schatten startete das Benefizkonzert für die Ukraine mit dem Alphorn-Ensemble der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ aus Eisenach pünktlich. Die Musiker standen erhöht auf dem naheliegenden Berg neben dem Festplatz des Trusetaler Wasserfalles. Leider musste die Darbietung unterbrochen werden und das Ensemble unter Leitung von Klaus Seyfarth räumte den Platz. Aufgrund von technischen Komplikationen, die der Hitze geschuldet waren, musste das Konzert unterbrochen werden. Aus privaten Kreisen konnte eine Partybox organisiert werden, so dass die folgenden Programmänderungen angekündigt werden konnten. Glücklicherweise benötigte das Jugendblasorchester „Jowak“ der Musikschule Wartburgkreis keine technische Verstärkung und konnte, nach dieser kurzen Verzögerung, das Konzert fortführen.

Für Christoph Pimpl, der die Leitung des Jugendblasorchesters vor Kurzem übernahm, war es mit ca. 35 Schülern und Lehrern eine Premiere. Bereits letztes Jahr fand ein solches Konzert unter Mitwirkung der drei Musikschulen im Rahmen der Bundesgartenschau auf Schloss Altenstein statt, berichtete die Leiterin der Musikschule Wartburgkreis, Stefanie Ihling. Ursprünglich war geplant, dass dort die Orchester auftreten, jedoch konnte das wegen Corona nicht in die Tat umgesetzt werden.

Trotzdem blieb der Wunsch nach einem Konzert derartiger Größe bestehen und als Bürgermeister Kai Goßmann den Platz am Trusetaler Wasserfall anbot, konnte geplant werden. Die Geamtleitung übernahm Johannes Eberlein, Leiter der Musikschule Schmalkalden in Kooperation mit der Stadtverwaltung Brotterode-Trusetal als Gastgeber. Große Freude verspürten alle Beteiligten. Ungeachtet der erschwerten Bedingungen stieg die Freude am gemeinsamen Musizieren von Stück zu Stück.

Danach konnte nun endlich das Alphorn-Ensemble sein Repertoire präsentieren und den unterbrochenen Auftritt fortsetzen. Die Streicher, Sänger und Akkordeonisten der Musikschule aus Eisenach lieferten anschließend ihr Programm und begeisterten mit einer Mischung aus modernen gesungenen Stücken, klassischen Werken des Streicherensembles sowie einigen Solisten. Währenddessen filmte das SRF-Fernsehen das gesamte Benefizkonzert, um ein Imagevideo zu produzieren, das von der Rhön-Rennsteig-Sparkasse gesponsert wird. Es soll den Musikschulen und der Stadt Brotterode-Trusetal zur Verfügung gestellt werden.

Bevor das große Finale mit allen drei Musikschulorchestern und damit 120 Musikern beginnen konnte, zeigte das „Viel-Harmonie“-Orchester Schmalkalden sein Können. Unter Leitung von Susanne Bleck musizierten sie zusammen mit einer Percussion-Gruppe sowie einer Inklusionsgruppe. Auch der Chor „Chorazom“ sang zwei Lieder unter Begleitung des Orchesters.

Das große Finale folgte, bei dem Schüler aller Musikschulen zusammengeführt wurden und gemeinsam abermalig unter der Leitung von Susanne Bleck zwei Stücke spielten. Auch hier sang der Chor bei dem emotionalen und finalen Lied „We are the world“ mit.

Johannes Eberlein rief alle Anwesenden zu Spenden für die Ukraine auf und wünschte „gute und friedliche Zeiten“. Die Aktion sei ein Anliegen aller Musikschulleiter sowie der Stadtverwaltung gewesen. Die Eisenacher Leiterin, Sylvia Löchner, hofft, dass 2023 ein solches Konzert in Eisenach stattfinden kann.

 

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