Musikschule Schmalkalden Ein singendes, klingendes Haus

Annett Recknagel

Die Musikschule Schmalkalden öffnete ihre Türen und die Besucher strömten die Krumme Hohle hinauf. Im Haus herrschte viel Bewegung. Er wurde nach Herzenslust musiziert.

Adrian hatte am Schlagzeug sichtlich Spaß. Selma probierte sich an der kleineren Trommel aus. Und für Elisa steht fest: „Ich will Posaune spielen.“ Und wenn man etwas ganz sehr möchte, dann schafft man das aus. Zum Tag der offenen Tür der Schmalkalder Musikschule stieg die Schülerin mit ihren Eltern unters Dach in den Raum zu Carlos Sanchez-Chinén. Als er ihr die Posaune in die Hand drückte leuchteten ihre Augen. Wobei sie zuerst das Mundstück bekam und einige Lippenübungen mussten auch sein. Das klappte bestens und so wunderten sich die Eltern auch gar nicht, wie gut ihre Tochter dem Instrument einen ersten sauberen Ton entlockte. „Schwer ist es nicht, es ist eine Geduldsprobe“, meinte der Lehrer und Elisa freute sich.

So wie ihr erging es am Samstagnachmittag zahlreichen anderen musikinteressierten Mädchen und Jungen. Endlich durften sie zum Schnuppertag wieder in das Haus an der Krummen Hohle kommen. Zwei Jahre hintereinander hatten Musikschulleiter Johannes Eberlein und seine Kollegen in die Mehrzweckhalle zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dort durfte aus hygienischen Gründen nur zugehört werden. Jetzt war wieder Ausprobieren angesagt. Heißt: Die Instrumente durften in die Hand genommen und betätigt werden. Und das nutzten viele Familien. Vom Keller bis zum Dach herrschte am Samstagnachmittag im Haus viel Bewegung. Im Außenbereich unterhielten die Schülerbands. Zum Einstieg musizierten Streicherklassen der Grundschule in Fambach. Dazu gesellten sich kleine Sängerinnen und Sänger aus fünf verschiedenen Kindergärten, die von Anke Bak in Sachen elementarer Musikpädagogik unterrichtet werden.

Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski applaudierte ganz begeistert. Natürlich schaute er sich auch in den Räumlichkeiten um und kam mit den ein oder anderem Besucher ins Gespräch. Johannes Eberlein freute sich über die große Resonanz. „Es sind sehr viele gekommen“, meinte er und hatte mit den Gästen wahrlich alle Hände voll zu tun.

Selma aus Bermbach staunte, als Lehrer Karl Aschenbach ihr die E-Gitarre vorstellte. Zuvor hatte sie bereits das Akkordeon kennengelernt. „Sie liebt Musik“, meinte die Mama. Und genau das konnte man in jedem Zimmer sehen. Ob Klavier, Violine, Cello, Gitarre oder Posaune – jedes Kind freute sich auf die Probeminuten. Wie immer gab es Laufzettel, aber auch Warteschlangen. Doch alle hatten Geduld.

Natürlich wurde auch die musikalische Früherziehung vorgestellt. Eltern konnten mit den Lehrern reden. Auch Anmeldungen wurden entgegengenommen. Langeweile kam gar nicht erst auf. Im Garten konnte man sich obendrein Glitzertattoos abholen. Leckere Bratwürste luden zum Verweilen ein. Kaffee und Kuchen ebenso. Der Tag war ausgefüllt mit viel Musik und guter Laune. Zudem traf man viele gute Bekannte.

 

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