Eine Welt ohne Wasser wäre eine Welt ohne Pflanzen, Tiere und Menschen. Wie wichtig das Wasser ist und wie sorgfältig wir damit umgehen müssen, das können die Besucher des Naturhistorischen Museums Schleusingen mit Freunde, neuen Erkenntnissen und auch spielerisch erfahren. Es ist nicht der riesige Besucherstrom wie beim Familienfest zwei Wochen zuvor. Aber in der angenehmen Kühle des Schlosshofes an diesem heißen Maientag haben vor allem die jungen Besucher Spaß am Basteln von kleinen Wasserrädern oder können eine Wasserleitung aus Stielen der Pusteblumen basteln. Bei kurzen Führungen zum Kreislauf des Wassers in der Natur, zur Wasserkraft bei der Papierherstellung erfahren sie anschaulich viel Wissenswertes. Wenn Präparator Georg Sommer an verschiedenen Experimenten zeigt, wie Giftstoffe durch achtlosen Umgang mit Plaste ins Meer gelangen, ist das zwar nichts Neues, aber wie er es anhand eines Stücks Plastetüte nachweist, rückt es doch wieder mahnend ins Bewusstsein. Im Schlosspark erklärt Katja Hanf, dass es unter dem Brunnenhäuschen, das gerade restauriert wird, drei Quellen gibt. Das sind nicht etwa die von Erle, Nahe und Schleuse, aber drei Bergquellen, die hier zusammenfließen und den Löwenbrunnen mit Wasser speisen. An diesem haben zu einer Zeit, als es noch keine Wasserleitungen gab, die Schleusinger ihr Wasser geholt. Und wer einmal probieren wollte, wie schwer es ist, ein Gefäß mit Wasser eine Strecke zu befördern, ohne dass etwas von dem kostbaren Nass verschüttet wird, der konnte das bei einer Runde um den Schlossparkbrunnen ausprobieren. Sehr gefragt bei den Kindern ist die Goldwaschanlage, die im Schlosshof aufgebaut war. Nach dem kurzen Ausflug in die Goldwäsche der Thüringen-Ausstellung können sie dort am „Slusia-Creek“ selbst fündig werden und dafür sogar Goldwäscher-Zertifikate bekommen. Alles in allem ein abwechslungsreicher Tag rund um das wichtigste Lebenselixier.