Museumstag im Ilm-Kreis Museen gewähren am Sonntag Einblicke

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Am kommenden Sonntag wird der internationale Museumstag mit vielen Aktionen gefeiert. Eines der Highlights in Ilmenau wird die Wiedereröffnung des Gehrener Stadt- und Schlossmuseums nach dessen Umzug sein.

Stadt- und Schlossmuseum

Gehren

Noch hat nicht jedes Exponat seine Beschriftung erhalten, muss hier und da noch Hand angelegt werden – doch am Sonntag sollen viele bekannte und eine Reihe neuer Ausstellungsstücke in den neuen Räumen des Stadt- und Schlossmuseums im Gehrener Rathaus präsentiert werden. Mit neuer Ausstellungskonzeption und Beleuchtung kommt so mancher „Schatz“ nun besser zur Geltung, der in verschiedenen Themenbereichen einen Einblick in die Stadtgeschichte, das Gewerbe, Bergbau und Leben der Gehrener in den vergangenen Jahrhunderten gibt. Allerdings kann die neue Ausstellung noch nicht regelmäßig besucht werden, da noch nicht alle baulich notwendigen Brandschutzmaßnahmen umgesetzt sind. Am 15. Mai wird von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Mitglieder des Heimatgeschichtsvereins Gehren wollen künftig jeweils Sonntagnachmittag das Museum für die Besucher öffnen. Ab wann ist noch nicht konkret festgelegt.

Goethemuseen

Ilmenau und Stützerbach

Hingegen gibt es feste Öffnungstermine für die drei Goethemuseen der Stadt – immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Zum Museumstag werden zu dieser Zeit Extras geboten. Dazu zählen besondere Führungen im Goethe-Stadt-Museum, Goethemuseum Stützerbach und dem Jagdhaus Gabelbach. Diese beginnen 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr. Außerdem dürfen sich die großen und kleinen Besucher auf Mitmachangebote und eine musikalische Unterhaltung freuen. Unter anderem wird erstmals seit den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie der Gesangverein Harmonie aus Unterpörlitz auftreten, wenn auch nur in kleiner Formation. Ein weiteres Highlight ist der Einsatz eines historischen Busses der Marke Ikarus 55, der als Shuttle vom Goethe-Stadt-Museum über das Jagdhaus Gabelbach zum Goethehaus in Stützerbach und zurück eingesetzt ist. Eine fachkundige Gästeführerin stimmt während der Fahrten auf die Goethe-Museen ein (Abfahrt ab Goethe-Stadt-Museum 10 Uhr, 10.45 Uhr, 11.30 Uhr, 12.15 Uhr, 14 Uhr, 14.45 Uhr, 15.30 Uhr und 17 Uhr). Die Stadt bietet Tagestickets an, die zur Nutzung des Shuttlebusses berechtigen.

Schlossmuseum

Arnstadt

In Arnstadt ist es eine Sonderausstellung, die zwei Tage vor dem Museumstag unter dem Motto „Das Glas der Schwarzburger – Glas erstaunt“ eröffnet wird. Dazu sind die Gäste am Freitag, dem 13. Mai, um 19 Uhr, in das Neue Palais eingeladen. Gezeigt werden höfische Luxusobjekte. „Das Glas der Schwarzburger“ ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Kulturbetrieb Arnstadt, der Justus Liebig Universität Gießen und der TU Bergakademie Freiberg. Auch in den anderen Schwarzburger Museen in Bad Frankenhausen, Sondershausen und Rudolstadt gibt es Ausstellungen zum Thema Glas. Das Schlossmuseum Arnstadt ist am Museumstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Um 11 Uhr steht der Vortrag „Glas in Thüringen 1600 – 1800“ im Mittelpunkt, um 15 Uhr ist es der Thüringer Barock Verein, der für eine musikalische Umrahmung sorgt.

Thermometermuseum

Geraberg

20 Jahre Deutsches Thermometermuseum wird am Samstag, dem 14. Mai, in Geraberg gefeiert. Zur Feierstunde werden Kommunalpolitiker erwartet. Wie Museumsleiterin Carmen Rux sagt, wird Silke Augustin von der TU Ilmenau einen interessanten Vortrag über die Entwicklung der Thermometrie halten und darüber, welche Forschungen und Weiterentwicklungen es dazu an der TU gibt. Der Vortrag beginnt 13 Uhr und Gäste sind willkommen. Zum Museumstag am Sonntag gibt es keine Aktionen.

Museumspark

Gehlberg

Glas spielt im Museumspark des Suhler Stadtteils Gehlberg eine große Rolle. Die Museen (Glasmuseum, Wilderermuseum, Wettermusem, Schneekopfkabinett, Wissenspfad und Heimatstube) befinden sich im ehemaligen Gebäude einer Glashütte. Das Postamtmuseum ist gegenüber dem Hauptgebäude zu finden. Die Gäste können am Museumstag am Sonntag Glasperlen unter fachkundiger Anleitung selber gestalten. Zu Gast sind Glasperlenmacher Horst Wagner und dessen Frau Beate aus Würzburg. Glas gab es früher nicht ohne Holz und Holz gibt es nicht ohne Wald. Förster Stefan Fabig wird Wissenswertes über die heimischen Wälder vermitteln. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

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