Museumspark Gehlberg Museumspark Gehlberg bereitet Neues für Besucher vor

Trotz Corona und der damit verbundenen Schließung von Museen wird im Museumspark Gehlberg in diesen Tagen weiter an den Ausstellungen gearbeitet und Neues für die Besucher vorbereitet.

Gehlberg - Die Coronasituation bietet trotz aller Misslichkeiten manchen Museen die Möglichkeit einer umfangreichen Analyse der zurückliegenden Geschäftsjahre. So auch im Thüringer Museumspark Gehlberg, das aus dem ehemaligen Glasmuseum hervorgegangen ist, teilt Museumsleiterin Martina Schulz mit. Dabei habe sich auch die Frage gestellt, ob verschiedene IT- und Marketingmaßnahmen erfolgreich waren und noch immer sind. Zu den IT-Maßnahmen zählen laut Schulz insbesondere der Aufbau eines museumsinternen WLAN-Systems, der Aufbau von zwei, demnächst drei Video-Anschauungsplätzen für je sechs bis zehn Personen sowie eines Video-Kontrollsystems und natürlich die eigenentwickelten audiovisuellen Informationsstationen. Für ältere Besucher, die auf dem Weg durch die Ausstellungen ausruhen möchten, sowie für Schulkinder stellen die Videoplätze mit ihren sechs frei wählbaren Filmen ein Highlight während des Museumsbesuches dar, schreibt die Museumsleiterin weiter. Die verfügbaren Videos betreffen unter anderem die Geschichte und die Besonderheiten von Gehlberg und seiner Gipfelregion im weitesten Sinne. Die Filme sind zwischen vier und 15 Minuten lang. Die Videos haben die Mitglieder des Museumsvereins selbst angefertigt. Die Museumsleitung schätzt diese Aktivitäten als „sehr gelungen“ ein.

Ein Teil der Videos sei auch im Internet auf Youtube abrufbar. Den Videobeitrag zu „Gehlberg“ haben sich, seit er vor etwa anderthalb Jahren im Internet verfügbar ist, mehr als 1800 Interessenten angesehen. Das Video vom Wildererpfad interessierte bereits 750 Nutzer.

Rund 58000 Besucher auf der Webseite

Ganz besonders freut sich Martina Schulz über das wirklich zahlreiche Anklicken der Museumswebseite „Thueringer-Museumspark Gehlberg“. „Mit rund 58 000 Webseitenbesuchern hat die überarbeitete museale Internetdarstellung des Museumsparks alle unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich die Museumsleiterin.

Zurzeit seien umfangreiche Umbau- und Neugestaltungsmaßnahmen im Gange. Ziel sei es, nach der Coronazeit das Museum mit seinem Shop, aber insbesondere mit dem neuen Museums-Café, in noch attraktiverer Art zu präsentieren. Auch für das Wettermuseum werde derzeit ein dritter Raum eingerichtet, in dem die Wetterweisheiten in den Mittelpunkt gestellt werden sollen und wie die Tier- und Pflanzenwelt auf das Wetter reagiert. Als Beispiel nennt Martina Schulz hier die Schwalben, die bei schönem Wetter hoch und bei schlechtem Wetter tief fliegen, um sich ihre Nahrung zu fangen. In dem Raum wurde neuer Fußboden verlegt, die Wände gemalert und derzeit werden die Schautafeln für die Präsentation erstellt. In den beiden anderen Räumen erfahren die Besucher von den Anfängen der Wetteraufzeichnungen, wie Blitze funktionieren bis hin zu Wettermythen.

Die anderen Bereiche des Museums sind der Gehlberger Glastradition, der Wilderei in der Region, den Mineralien und der Heimatgeschichte gewidmet.

Und noch eine gute Nachricht kann Martina Schulz vermelden: Vom Freistaat Thüringen gab es endlich grünes Licht für die dringend notwendige Dachsanierung.

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