So klein der Ort Gehlberg als Ortsteil Suhls auch ist, so viel gibt es doch darüber zu erzählen. Beginnen könnte man dabei natürlich mit den Superlativen. So ist Gehlberg zum Beispiel eines der noch ganz jungen Dörfer Deutschlands. Entstanden ist Gehlberg erst mit einem Lehnsbrief von Herzog Ernst dem I. von Sachsen-Gotha aus dem 17. Jahrhundert. Der erlaubte es drei Handwerkern die Glasmacherei nebst dazugehörigen Rechte, wie zum Beispiel dem Holzeinschlag, auszuüben. Da nun die Glasbläserei, die in Gehlberg einen rasanten Aufschwung nahm und dafür sorgte, dass aus einer kleinen Gemarkung innerhalb von 250 Jahren ein Ort mit fast 1000 Einwohnern wurde, jede Menge Holz braucht, ging es dem Baumbestand schnell an die Substanz. Darum machte Ernst der Zweite, genannt der Weiße, denn auch ein paar Jahre später tatsächlich ernst, und reglementierte die Rechte der Glasbläser, die nun immer wieder kontrolliert wurden. Da sich von Glas allein in einer eher unwirtlichen Gegend nicht immer gut leben lässt, wilderte der eine oder andere Gehlberger hin und wieder. Das ließ der Herzog aber nicht als Mundraub durchgehen und stellte die unerlaubte Jagd unter Strafe. Wissenswertes dazu gibt es im Museum in den Bereichen Glasbläserei und Wilderei.