Museumsnacht Erstmals seit 140 Jahren Durchgang im Eisfelder Schloss

Das ehemalige Gefängnis im Eisfelder Schloss war lange ungenutzt. Zur Museumsnacht am Samstag wird sich das ändern. Was noch geplant ist.

Das Eisfelder Schloss. Foto: Museum

Das Museum im Eisfelder Schloss lädt am Samstag, 6. September, zu seiner alljährlichen Museumsnacht ein. Im vergangenen Jahr wurde der Bergfried des Schlosses wiedereröffnet. In diesem Jahr bietet das Museum einen besonderen Höhepunkt, denn zum ersten Mal seit 140 Jahren wird ein musealer Rundgang durch alle Gebäude des Eisfelder Schlosses ermöglicht, wie die Veranstalter mitteilen. Der Eintritt ist frei.

Nach der Werbung weiterlesen

Nach der Instandsetzung des Mittelbaues (ehemaliges Gefängnis) stand dieser bisher leer. Zur Museumsnacht wird in diesen Räumen die Sonderausstellung „Dreiklang“ eröffnet werden. „Dreiklang“ präsentiert Brigitte Parsche aus Halle, Benedikt Solga aus Schleusingen und Gabriele Just aus Hildburghausen, die bis zum 5. April ihre Kunstwerke im Eisfelder Museum erstmals gemeinsam ausstellen.

In einer einzigartigen Zusammenschau präsentieren diese drei Künstler ihre Werke aus den Bereichen Malerei, Plastik, Druckgrafik und Holzschnitt. Obwohl ihre Arbeiten räumlich getrennt gezeigt werden, verbindet sie ein feinsinniger Dialog – eine künstlerische Harmonie, die der Ausstellung ihren Namen verleiht: Dreiklang.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Unterschiede wahrzunehmen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und das Zusammenspiel der Ausdrucksformen auf sich wirken zu lassen. Jeder der drei Positionen wird Raum zur Entfaltung gegeben – mal laut und impulsiv, mal leise und zurückhaltend. So entsteht ein Wechselspiel.

Die Malerei überzeugt durch Farbe und Fläche, die Plastik durch Form und Volumen, der Holzschnitt durch Kontrast und Struktur. In ihrer Gegenüberstellung eröffnen sich neue Perspektiven und Sichtweisen – für die Kunstschaffenden ebenso wie für das Publikum.

Dreiklang ist mehr als eine Ausstellung von drei Künstlern an einem gemeinsamen Ort: Es ist ein künstlerisches Zusammenspiel, das Spannungen nicht ausklammert, sondern bewusst nutzt, um einen gemeinsamen Ton zu finden – facettenreich, vielstimmig, und dennoch im Einklang, wie es in der Ankündigung heißt.

Für die musikalische Umrahmung der Museumsnacht konnte das Duo „Jojo“ aus Sachsenbrunn gewonnen werden. Auch für das leibliche Wohl wird an diesem Abend gesorgt sein. Im Roten Salon laden die Museumspädagogen vom Museum-Netzwerk Süd alle Kinder zum Basteln und Malen ein. Natürlich ist auch der Bergfried (Schlossturm) an diesem Abend geöffnet.