Mundart Schä widder vill ze truckn

Es secht nouch eäner gruäßn Dörrn aus. Foto: dpa/Daniel Karmann

De Summer hot groud erscht aagfanga, dou krichn Bauern un Forschtleut schä widder Sorchnfaltn auf de Stirn: De Mai un de Juni ham vill zä weng Rejchn gebracht. Es secht nouch eäner gruäßn Dörrn aus.

Des änn sei Freud is in annern sei Leid, wäß de Volksmund. Su is aa mitn Watter. Die Freibäder, Biergartn un Eisverkäffer freun sich wáácher de villn Hitz über die villn Leut, un dach wörd dös druckna Watter in villn Regioná van Thüringa zu an gruäßn Problem, su, wie in letztn Johr.

Do worn aa schä de Mai un de Juni verglichn mit die vergangena Jahrzehnte vill ze truckn un aa vill ze warm. Zwor is am Freitich, zu Anfang Juli endlich de lang ersehnt Reijchn auf die usgetruckntn Büädn in ganz Südthüringa niedrganga. Doch schö am Samstig sänn widda komplett trockna Toug aagsocht.

Die Gartnbesitzer klouchn schä jetzt – de Summer hot groud aagfanga – über laara Rejchnfasser un frouchn sich, wie sá ihrá Biäte bewasser solln.

Die Bauern schätzn ei, däss die Àrnt van 2022 eher mau ausfellt. Und dös, obwohl sa allää waacher in Krieg in de Ukraine un waacher de schlimma Laach auf’n Getreädmarkt heuer besondersch wichtig gewaasn waar. Su hot de Thüringer Baurernverband die Woch gemald’t, däss mä mit unterdorchschnittlich weng Erntegut ráchnt. Aagfanga hot die Arnt schä in Thüringer Beckn. Die Kelt in Winter un es truckna Watter in Frühjohr töitn kää guta Arnt zuloussn.

In Nordthüringa, wu wááchern günstichn Watter in Freistaat zeärscht geernt‘ wörd, fangá die Bauern mit Verspätung aa. De Grund: Dort hots in die letztn Touch bis zu 20 Liter Rejchn auf’n Quadratmejter gáám – die Falder sen ääfich ze nouss. Dach die Menga sen Ausnahma gewaasn, socht de Bauernverband. Su sen van Janjar bis nei’n Mai nä 225 Liter aufn Quadratmejter gfalln, rund 20 Prozent ouder 45 Liter wenger wie im Dorchschnitt. Dös Wasser hot in Pflanzna gfahlt. Noch däzu hot de Weäs unter die erschtn Hitzewochenendn korz vor’n Summeraafang gelittn.

Die schlimmstn Auswirkunga van de Dörrn töits momentan bei die Falder gaam, wu Meäs druff aagebaut worn is. Die Pflánzlá sen teilweis klää un kümmerlich. Dou künnt allerdings Rejchn jetzt noch oug’half. Färn Raps ouwer is schä ölles ze spaat.

Zwar tut de Watterberecht aa fä Südthüringa ümmer widder Rejchn un Gewitter vespráchn, ouber die trátn halt nä hie un dou auf. Un salbst dorta, wu Rejchn kümmt, langa, wie die Leut van Deutschn Watterdienst (DWD) souchn, niä aus, däss die Trucknheät aus die Büädn in Thüringá vertriem wár künnt.

„Mit wenger wie zehá Liter Rejchn in Juni is in villn Dörferna bein Tropfn uff’n heäßn Stää geblien“, hot de Wátterfruäsch van DWD gsocht.

Die Dörrn zeicht aa schä Wirkung aufs Grundwasser un auf die Bachläuf. Dösdewaachn ham aa scha Gemään in Thürina, Sachsn un Bayern verbuätn, Wasser aus Flüssná, Teich un Báchná zu entnámmá.

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