Es kommt nicht nur auf den Preis an
Die aktuellen Probleme des Taxigewerbes in München und anderswo liegen allerdings nicht nur am Preis, wie ein Diskussionspapier des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) nahelegt. Dafür waren im Juni im Rhein-Main-Gebiet knapp 900 Passanten und Taxi-Fahrgäste in einer nicht repräsentativen Erhebung befragt worden.
Der Preis stellt sich dabei durchaus als wichtiges Kriterium heraus: "Mehr als 39 Prozent aller Befragten assoziieren mit dem Thema Taxi unmittelbar hohe Kosten beziehungsweise das Attribut "zu teuer"", schreiben die Autorinnen und der Autor.
Nachholbedarf bei Kommunikation und Buchungswegen
Allerdings zeigen sich auch andere Aspekte: "Die zentrale Herausforderung des Taxigewerbes besteht damit nicht allein im Preiswettbewerb, sondern in der Anpassung an veränderte Erwartungen an Buchung, Kommunikation und Bezahlung", heißt im Diskussionspapier.
Es mangele an digitalen Vermittlungswegen für Taxifahrten. Festpreise, mit denen Fahrgäste schon vor der Fahrt wissen, was sie kosten wird, gibt es zwar in einigen Städten, aber längst nicht überall. "Die Zukunft des Taxis liegt nicht in einer Belebung tradierter Strukturen, sondern sie hängt von der Fähigkeit ab, sich als moderne, verlässliche und leicht zugängliche Mobilitätsdienstleistung zu positionieren."