Motorsport Klassen-Bronze zum Ausklang

Von Thorsten Horn
Die Rallyebesatzung Raphael Ramonat/Steffen Schmidt auf einer Wertungsprüfung in der Lausitz. Foto: Thorsten Horn

Nachdem es im vorigen ersten Corona-Jahr kaum Rallyes in Deutschland gab, waren es in diesem einige mehr. Auch für den Trusetaler Raphael Ramonat, der seine Saison 2021 mit einem schönen Erfolg beenden konnte.

Boxberg/Trusetal - Erneut setzte die diesmal 24. Internationale ADMV-Lausitz-Rallye rund um Boxberg den Schlusspunkt hinter das deutsche Rallye-Jahr 2021. Wie nicht anders zu erwarten, war es wieder ein würdiger Schlusspunkt für die Rallye-Besatzungen. Auch für den Trusetaler Raphael Ramonat, der zusammen seinem Co-Piloten Steffen Schmidt aus Altenbeuthen in einem neu aufgebauten Mitsubishi Lancer Evo 10 gegen starke nationale und internationale Konkurrenz unter 77 Startern den zwölften Gesamtrang belegte. Zudem durften sie sich in ihrer Klasse NC 1 über den dritten Rang hinter zwei Skandinaviern freuen.

Dazu sei angemerkt, dass die weiteren vor ihnen platzierten Paarungen mit aktuellen und deutlich leistungsstärkeren Rallye-Boliden der Top-Klasse RC2 am Start waren. „Das war absolut top und für uns ein super Erfolg“, sagte der 40-jährige Raphael Ramonat anschließend und ging dann mit folgenden Worten ins Detail: „Wir haben einen super Aufschrieb gemacht und hatten nicht einen Ausrutscher, sondern sind sauber durchgefahren. Dann kommt man halt zu so einem schönen Erfolg. Das war ein schöner Saisonabschluss und gibt uns neue Motivation fürs nächste Jahr. Eigentlich wollte ich es ausklingen lassen, doch so richtig trennen kann ich mich nicht davon.“

Ein wichtiges Anliegen ist Raphael Ramonat in dem Zusammenhang die aus seiner Sicht Fehlentwicklung bei kleineren sogenannten 70er-Rallyes.

Dazu erklärt er: „Aufgrund von Corona sind wir in diesem Jahr zuvor nur die Rallye Bad Schmiedeberg, die Thüringen-Rallye in Pößneck und die Wartburg-Rallye gefahren. Dabei haben wir bei der Thüringer Rallye auf den Lancer Evo 10 gewechselt und diese Rallye mehr als Test- und Einstellfahrt gesehen. Seit der Zulassung der extrem teuren R5-Autos aus der zweiten Liga der Rallye-Weltmeisterschaft auch bei kleineren Rallyes sind für Breitensportler die Erfolgsaussichten im Gesamtklassement inzwischen sehr begrenzt“, erklärte der Thüringer. „Das ist sehr schade und nicht der richtige Weg. Ich halte davon gar nichts, dass diese im Breitensport ihren Platz finden, denn dadurch haben die Leute, die den Sport mit eigenen Mitteln bestreiten, keinerlei Chance, in der Gesamtwertung irgendetwas zu reißen.“

 

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