Bei ihrem Flug beobachteten die Astronauten auch die Rückseite des Mondes und konnten aufgrund der Sonnenverhältnisse Dinge sehen, die nie ein Mensch zuvor mit eigenen Augen gesehen hat. Für rund 40 Minuten war es währenddessen für die Astronauten, wie vorab erwartet, nicht möglich, mit dem Kontrollzentrum auf der Erde zu kommunizieren.
In einer besonders bewegenden Initiative benannte die Crew einen zuvor namenlosen Mondkrater nach der 2020 im Alter von 46 Jahren an Krebs gestorbenen Ehefrau ihres Kommandanten Wiseman. Er soll nun Carroll-Krater heißen.
Schließlich konnten die Astronauten – mit speziellen Brillen – noch eine Sonnenfinsternis beobachten, bei der die Sonne aus der Perspektive der "Orion"-Kapsel hinter dem Mond verschwand.
Bislang zwölf US-Amerikaner auf dem Mond
Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verließ im Dezember 1972 der 2017 gestorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den "Apollo"-Missionen von 1969 bis 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.
"Artemis 2" soll nun ein großer Schritt in Richtung eines neuen Mondprogramms sein - mit dem Ziel von bemannten Landungen und dann einer permanenten menschlichen Präsenz auf dem Erdtrabanten. Schon bald solle die Crew für die nächste geplante Mondmission "Artemis 3" bekanntgegeben werden, hieß es von der Nasa. Eine Mondlandung ist erst 2028 für die Mission "Artemis 4" geplant. Der Weg zum Mond sei offen, sagte Nasa-Manager Amit Kshatriya. "Aber es liegt mehr Arbeit vor uns als hinter uns."