Sie hatten lange ein Omi-Image. Wer als jüngere Frau trotzdem eine Perlenkette trug, galt bis vor wenigen Jahren als brav, bieder, spießig. Dabei standen die weißen, schimmernden Kugeln einst in vielen Kulturen für Reichtum, Weisheit und Glück, für Schönheit, Eleganz, ja sogar für Manneskraft. Die ägyptische Königin Cleopatra (69 v. Chr. – 30 v. Chr.) zum Beispiel soll zwei Perlen in Wein aufgelöst und ihrem Liebhaber Mark Anton gereicht haben, um ihn für den Liebesakt zu stärken.