Mittelalter-Event Schalkau rüstet zum Schaumburgfest

Nach zweijähriger Pause geht das Schalkauer Schaumburgfest wieder an den Start. Zwischen Freitag und Sonntag, 10. und 12. Juni wird die Burg zum Mekka für Mittelalterfans.

Im Sommer 2019 gab es letztmalig ein Schaumburgfest. Nach zweijähriger Pause soll dieses Wochenende das Mittelalterevent endlich wieder an den Start gehen, mit einem gewohnt vielseitigen Programm. Foto: /Schaumburgverein Schalkau

Mit der großen Antenne-Thüringen-Party hat es zwar nicht geklappt und Schalkau wurde knapp von Erlau geschlagen (Freies Wort berichtete), aber eigentlich brauchen die Leute im Hinterland keine neuen Feste, denn in dieser Hinsicht haben sie eigene Schwergewichte zu bieten, wie das Schaumburgfest. Das jedenfalls geht in diesem Jahr wieder an den Start. Zweimal mussten die Mitglieder des Schaumburgvereins und zahlreiche Mitorganisatoren das Mittelalterevent – Coronabedingt – absagen müssen. Heuer soll es nun wieder Ritterlager, Handwerkermarkt und viel Spaß auf der Burg geben, teilt der Verein mit.

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Vom Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. Juni, wird es wieder ein Schaumburgfest geben. Start ist am Freitag um 18 Uhr mit der Öffnung des Burgtores und dem Willkommensgruß der Burgbesatzung. Darauf folgen drei Tage mit Musik, Spektakel und „Gaukeley“ für Jung und Alt. Dabei sind die Spielleute „Bäsaraisser“, „Gugelhupf“ und den Tänzerinnen von „Varisha“. Für kurzweilige Unterhaltung wird heuer auch wieder der Gaukler „Schabernackrakeel“ dabei sein. Aber auch für die kleinen und kleinsten Akteure aus Schalkau hat das Schaumburgfest immer Platz, es wird ein großes aufregendes Familienfest auf dem Berg geben. Im Ritterlager auf der Bergwiese werden sich Lagergruppen aus ganz Deutschland einfinden und mittelalterliche Wehr und Rüstung den geneigten Zuschauern vorführen. Im Burggraben bieten zahlreiche Händler ihre Waren feil und sorgen mit dem Schaumburgverein bestens für Speis und Trank. Wer sich also auf das Abenteuer einer Zeitreise in die Vergangenheit einlassen will, der sollte sich diese Gelegenheit keinesfalls entgehen lassen.

Entdeckung im Zwinger

Für die Anreise hat der Schaumburgverein zwei Parkplätze reserviert, einmal am Schießhausplatz, und einmal auf der Wiese an der Ehneser Straße. Von dort fährt ein Shuttle zum Ritterlager und dann auf die Burg. Besucher, die in Tracht erscheinen, erhalten einen Obolus beim Eintritt. Der ist im Übrigen moderat, fünf Euro am Freitag, sieben Euro am Samstag und sechs Euro am Sonntag. Wer alle drei Tage kommen möchte, braucht nur zwölf Euro Eintritt zu berappen.

„Wir kochen inzwischen fleißig ,Weiße-Wolken-Suppe’, welche zwei Tage vor dem Schaumburgfeste ausgekippt werden wird, und garantiert blauen Himmel, ein laues Lüftchen und grandiose Sonnenuntergänge auslösen wird“, weiß Vorstandsmitglied Heidi Büttner zu berichten. Will heißen, es darf mit schönem Festwetter gerechnet werden.

In den vergangenen Tagen haben die Ehrenamtler des Vereins bereits gewirbelt, damit sich die Burg und ihr Umfeld von der besten Seite zeigt. Seit etlichen Jahren erhalten und sanieren die Vereinsmitglieder in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie die Burgruine. Auch das Schaumburgfest geht auf eine Initiative des Vereins zurück, dem sich die Ritterschaft angeschlossen hat.

Die Burg selbst entstand im 12. Jahrhundert, hat aber ihr – trotz Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg – um 1500 unter dem Militär und „Kriegsunternehmer“ Wilwolt von Schaumberg erhalten. Der ließ die Anlage nicht nur zu einer modernen Festung umgestalten, sondern auch zu einem prächtigen Schloss. Im Zwinger, der in seinem Umfang ebenfalls unter Wilwolt von Schaumberg entstanden ist, konnten Vereinsmitglieder und Archäologen jüngst auch Reste eine Treppe dokumentieren. Die Ergebnisse sollen auf einer Informationstafel für die Burgbesucher vorgestellt werden. Ein Besuch auf der Burg lohnt sich immer, besonders aber zum großen Schaumburgfest an diesem Wochenende. Genaues Programm auf der Vereinshomepage unter: