Mit Video Coburger Narrhalla feiert Fasching in Suhl

Narrhalla-Präsident Thomas Eck (Mitte) mit seinem Vize Stefan Unglaub (rechts) und Moderator Daniel Ebert. Foto: Screenshot

Es ist geglückt: Die Live-Show der Narrhalla holt das Prunksitzungsgefühl ins heimische Wohnzimmer. Zu sehen gibt’s all jene, die sonst auf der Bühne im Kongresshaus stehen.

Coburg - „I did it my way!“ Als am Samstagabend die Kameras im „Fernsehzimmer“ in Suhl ausgeschaltet sind, schallt Frank Sinatras Cover-Version des französischen Chansons durch die Studioräume. Es hat tatsächlich geklappt: Die Narrhalla Coburg hat zusammen mit Moderator Daniel Ebert eine mehr als zweistündige Samstagabend-Show auf die Beine gestellt, die zumindest ein bisschen Ersatz für den Büttenabend im Kongresshaus sein soll.

Unter strengen Corona-Auflagen, mit regelmäßigen Tests und minimalster Präsenz vor Ort wurde „Coburg wie es impft und lacht“ in Suhl aufgenommen und übers Internet ausgestrahlt. Der Stream auf Youtube verzeichnet keine zehn Stunden später bereits mehr als 4000 Aufrufe. Weil das Video auch nach der Show abrufbar bleibt, soll an dieser Stelle nicht zu viel aus der Sendung verraten werden. Nur so viel: Auch Oberbürgermeister Dominik Sauerteig hat sich während der Sendung per Kommentar auf Facebook zu Wort gemeldet. Und vor allem auf seine „pinkfarbene Jeans“ und den Hüpfball sowie den Liegestuhl im Rathaus hatten es Stadtrat Peter Kammerscheid und Narrhalla-Präsident Thomas Eck in ihrer Taxi-Bütt abgesehen. Neben dem „OB im ersten Lehrjahr“ bekam auch der OB-Kandidat von 2020, Thomas Apfel, sein Fett weg. Dessen Wahlplakate sollen entweder als Drohung oder als Erinnerung noch in der Stadt hängen.

Grüße via Online-Schalte kamen unter anderem von den Faschingsvereinen aus Meeder, Frohnlach, Bad Rodach, Steinwiesen oder Seßlach und sogar aus Hennef bei Köln. Die Tanzsportgarde Coburger Mohr und die Effect’s schalteten sich zu. Und auch Marggus Söder alias Wolfgang Krebs schickte hochoffizielle Grüße nach Coburg.

Mit im Studio war h das Prinzenpaar Oli I. und Antje I. Deren Motto: „Wir regieren die Pandemie zugrunde!“ Und deshalb werden sie auch noch eine Saison dranhängen. „Mit einer stoischen Gelassenheit werden wir am 11.11. das Coburger Rathaus stürmen. Wir brauchen Ziele, wir brauchen Mut, wie brauchen Zuversicht – und des wird scho wieder“, verkündete der Prinz. Optimismus kam auch von Sprayer Alex, den Hofmaler und Requisitenmacher im Hintergrund, der in seinem bekannten Fransenmann-Kostüm mit nach Suhl gefahren war. Für ihn wie auch für Moderator Daniel Ebert gab es jede Menge Lobeshymnen auf Facebook und Youtube. Hatten doch die Zuschauer die Möglichkeit, über Live-Chats direkt an die Macher im Studio heranzutreten.

Von einer „grandiosen Erfahrung“ sprach Narrhalla-Präsident Thomas Eck mit Blick auf die Produktion, die für die Coburger eine absolute Premiere war. „Der Prinz und die Prinzessin hatten diese Idee“, erinnerte der Vize-Vorsitzende, Stefan Unglaub, an die Anfänge. Schnell seien jede Menge Mitstreiter gefunden worden. „Auch alle Künstler waren sofort dabei. Wir haben nicht gebettelt“, betonte Prinz Oli. Und so kam es auch, das bekannte Gesichter, die wohl viele Zuschauer bereits wenige Stunden zu vor bei der Kult-Sendung „Fastnacht in Franken“ auf der Bühne gesehen hatten, nun auch in der Show der Coburger präsent waren: Darunter Größen der Kleinkunst wie Ines Procter oder Sebastian Reich. Und „Das Eich“ durfte sogar live im Studio spielen.

Und für das Kongresshaus-Gefühl sorgten Einspieler früherer Auftritte des Männer- und Damenballetts der Narrhalla sowie des Fanfarenzugs.

Hier gibt’s das Video:

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