Trinken bis zur Besinnungslosigkeit – und das unter Kindern und Jugendlichen: Der gefährliche Trend des „Komasaufens“ hat fast wieder Vor-Corona-Niveau erreicht, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Den Daten zufolge wurden im Jahr 2022 insgesamt 400 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wegen akuter Alkoholvergiftung stationär in einem Thüringer Krankenhaus behandelt. Das seien 45 Fälle oder 12,7 Prozent mehr als im Jahr 2021 beziehungsweise 97 Fälle oder 32 Prozent mehr als im Jahr 2020. Der bislang höchste Stand war vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 erreicht worden – hier gab es 482 Behandlungen mit akuter Alkoholvergiftung.