Es ist die Horrorvorstellung aller Eltern: Das eigene Kind, das doch Sport im Verein macht, um dort Gemeinschaft, Teamgeist und Zusammenhalt zu erleben, erfährt Erniedrigung, Missbrauch und Angst. Und bleibt mit den Erlebnissen im schlimmsten Fall über Jahre oder Jahrzehnte allein. Natürlich sind es Einzelfälle, in denen es tatsächlich zum Missbrauch in Sportvereinen kommt und natürlich sind auch nicht in allen Fällen Trainer und Betreuer die Täter. Trotzdem war die Aufarbeitung, die der Hochschulsportverein Weimar und der Landesportbund in den vergangenen Jahren wichtig. Sie zeigt, dass der Verein aber auch die Dachorganisation des Thüringer Sports das Thema Missbrauch nicht länger auf die leichte Schulter nehmen, dass sie es nicht wegdiskutieren wollen.