Viele Thüringer Kommunen haben in den vergangenen Monaten nach Daten der Landesverwaltung erneut weniger Flüchtlinge bei sich untergebracht, als sie nach dem landesinternen Verteilschlüssel eigentlich müssten – während andere Landkreise und kreisfreie Städte zuletzt sogar mehr Menschen ein Zuhause gegeben haben, als es für sie eigentlich vorgeschrieben ist. Vor allem der Landkreis Schmalkalden-Meiningen und der Wartburgkreis hätten im ersten Halbjahr des laufenden Jahres weniger Menschen aufgenommen als sie eigentlich müssten, heißt es in einer Anlage zum aktuellen Lagebericht Migration des Innenministeriums, der dieser Zeitung vorliegt. Schmalkalden-Meiningen hat diesen Angaben nach in den vergangenen etwa sechs Monaten 205 geflüchtete Menschen aufgenommen – und damit 132 Menschen weniger als geplant. Im Wartburgkreis belaufe die Differenz aus aufgenommenen und der eigentlich aufzunehmenden Menschen auf 130.
Migration Land und Kreise streiten um Flüchtlingszahlen
Sebastian Haak 19.06.2024 - 17:02 Uhr