Migration Auseinandersetzung in der Erstaufnahme für Geflüchtete

Das Eingangstor der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Thüringen. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Immer wieder gibt es Zwischenfälle in der Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete. Erneut war ein größerer Einsatz der Polizei nötig.

 
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Suhl (dpa/th) - In der Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Suhl hat es nach Polizeiangaben Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten gegeben. Nach Streitigkeiten sei es in der Nacht zum Samstag zwischen mehreren Bewohnern zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei sei ein Beteiligter verletzt und im Krankenhaus versorgt worden, teilte die Polizei mit. Nach seiner Rückkehr sei der Konflikt erneut aufgeflammt, mehrere Bewohner seien mit Metallstangen aufeinander losgegangen.

Mindestens vier Menschen seien dabei verletzt worden. Die Polizei berichtete von einem größeren Einsatz, der von Beamten aus Erfurt unterstützt wurde. Die Feuerwehr habe sich um Bandmelder gekümmert, der Rettungsdienst um die Verletzten. Die Polizei sprach von leichten Verletzungen. DIe Ermittlungen zu dem Grund der Auseinandersetzung und den Beteiligten liefen.

In der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl hatte es in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzungen unter Geflüchteten gegeben, auch Brände in einzelnen Zimmern.

Die Einrichtung war lange überbelegt. Das sei derzeit aber nicht der Fall, sagte Innenminister Georg Maier am Samstag auf einer SPD-Delegiertenversammlung in Erfurt. Nach seinen Angaben waren am Freitag etwa 800 Menschen in Suhl untergebracht. Er bekräftigte, dass die ehemalige Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung bis 2026 geschlossen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Maier ist seit einiger Zeit auch für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten in Thüringen zuständig.

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