Messe in Suhl Energie- das bestimmende Thema

Über 100 Aussteller und rund 5000 Besucher – die 18. Auflage der Messe, welche die Themen Bauen, Wohnen und Energie drei Tage lang im CCS in den Mittelpunkt gerückt hat, wird von den Veranstaltern als Erfolg gewertet.

 
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Die aktuelle Lage auf dem Energiemarkt, die damit verbundenen Kosten und die Frage des Klimaschutzes haben am Wochenende etwa 5000 Menschen in das Suhler CCS gelockt. Hier fand drei Tage lang die Messe mit über 100 Ausstellern zu den Themen Bauen, Wohnen und Energie statt. Es ist vor allem die Frage, wie sich mit möglichst wenig Energie, mit viel Nachhaltigkeit und mit großer Zukunftssicherheit das eigene Heim beheizen und mit Strom versorgen lässt, mit der viele Besucher an die Aussteller herantreten. Viele wollen investieren. Manfred Ebert und Helmut Hallbot beispielsweise, die für diesen Messebesuch aus Bad Rodach angereist sind. Sie lassen sich am Stand der Suhler Bauner KG über innovative Produkte beraten, mit denen sie Gas und Strom einsparen können. Annette und Horst Zerr aus Meiningen schauen sich einfach mal um. „Wir heizen mit Holz und sind sehr froh darüber in diesen Zeiten“, sagt Annette Zerr, die hofft, auf der Messe noch die eine oder andere Idee für ihr Haus zu bekommen.

Vorträge so gut besucht wie nie

Annemarie und Norbert Büchner aus Zella-Mehlis wissen genau, was sie wollen – einen Speicher für den Strom, den ihre Fotovoltaikanlage schon seit vielen Jahren erzeugt. Beratung bekommen sie von Energieberater Christian Bauer. Und auch die Auskunft, dass die Lieferzeiten bis zu einem Jahr lang sein können. Monatelange Wartezeiten müssen die meisten Besucher einplanen, wenn sie ihre Heizung oder ihre Energieversorgung erneuen wollen, sodass sie ihre Investitionen erst im nächsten Jahr realisieren können. Die Palette innovativer Produkte und Lösungen zu regenerativen Energien und neuen Heizvarianten, die im Hallenrund des CCS präsentiert werden, ist enorm. Die Aussteller sind von Besuchern umringt, die nach Antworten auf ihre Fragen suchen. Denn die eine Lösung gibt es nicht, wenn es um die Optimierung des Vorhandenen oder die Investition in etwas Neues geht. „Ich berate die Leute so, wie es für ihr Haus und ihre schon vorhandenen Heizungen passt. Eine noch neue Gasheizung jetzt einfach rauszuschmeißen, ist sicher nicht die Lösung. Eher schon die Frage, wie sich das Ganze optimieren lässt“, sagt Patrick Schult von der Energieberatung Suhl. Dass bis jetzt eher zögerlich an das Thema energieeffiziente Sanierung gegangen wurde, fällt Bauherren jetzt auf die Füße. Das wird nicht nur angesichts der hohen Energiekosten deutlich, sondern auch angesichts der zurückgehenden Förderung. Gab es kürzlich noch bis zu 75 000 Euro Zuschuss vom Staat für die energetische Sanierung, gibt es dafür jetzt nur noch bis zu etwa 37 000 Euro.

Während bei den Ausstellern Hochbetrieb herrscht, füllt sich auch der Vortragsraum. Themen wie beispielsweise „Alternativen zur Wärmepumpe“, „Orientierung bei der Wärmeversorgung in unsichere Zeiten“ oder auch „Kostenfalle Bauleistungsbeschränkungen“ stoßen auf ein Interesse, das viel größer ist als in den Messejahren zuvor.

Christiane Längle, Inhaberin von Messekonzept Thüringen, ist mehr als zufrieden. „Nach den Messen in der Pandemie mit all den Ein- und Beschränkungen ist das jetzt ein großer Erfolg. Der Trend zum ökologischen und energieeffizienten Bauen war schon früher da, aber jetzt gibt es zu diesen Fragen einen regelrechten Schub. Es ist auch toll, dass auch die Südthüringer Handwerksbetriebe unter dem Projekt-Dach der Handwerkskammer eine gute Resonanz gefunden haben.“ Die Messe, die zum 18. Mal in Folge in Suhl stattfand, hat auch wieder ein gutes Begleitprogramm geboten, bei dem auch die jüngsten Besucher auf ihre Kosten kamen.

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