Wer beim Ilmenauer Einwohnermeldeamt einen neuen Ausweis oder Reisepass beantragt, der muss derzeit noch ein „echtes“ klassisches Passfoto vorlegen. Digitale Vorlagen werden nicht akzeptiert – wer also sein biometrisches Porträt-Foto auf einem Datenträger mitbringt oder per E-Mail sendet, hat schlechte Karten für ein neues Personaldokument. So entsteht die etwas kuriose Situation, dass Antragsteller sich zuerst im Fotostudio oder in einer Drogeriekette ihre Passbilder digital knipsen lassen und diese dann ausgedruckt bekommen. Beim Einwohnermeldeamt werden die gedruckten Bilder eingescannt und somit wieder digitalisiert. Eine umständliche Verfahrensweise, die aber nicht nur im Ilmenauer Rathaus, sondern in vielen anderen Städten in Bürgerbüros und im Pass- und Meldewesen auch so gehandhabt wird. Denn die Prozedur hat weniger mit Nachholbedarf bei der Digitalisierung zu tun, sondern eher mit Fälschungssicherheit. Obwohl es auch anders geht – Städte wie Suhl zum Beispiel bieten im Rathaus einen digitalen Foto-Service an, der aber lediglich für Ausweis-Fotos genutzt werden kann.
Meldeamt Ilmenau Digitale Passbilder erst ab 2025
Uwe Appelfeller 10.03.2023 - 06:00 Uhr