Das einstige Paradies der Steuerverkürzer ist wohl keines mehr: Wer in Italien einkauft oder ins Restaurant geht, ist gut beraten, die Quittung mitzunehmen und für Neuwertiges im Wagen einen Kassenbeleg vorweisen zu können. Die "gelben Flammen", die italienische Finanzpolizei Guardia di Finanza, hat - mittlerweile wohl zu Recht - den Ruf, engmaschig zu kontrollieren und gegebenenfalls hart durchzugreifen. Mit den straff organisierten Finanzieri legt man sich besser nicht an. Kein Wunder, dass Kaufmann, Wirt und sogar der fliegende Händler auf dem Gemüsemarkt den Kunden drängt, den Scontrino, den Kassenzettel, nicht achtlos liegen zu lassen, sondern mitzunehmen. Es drohen empfindliche Strafen für den Kunden wie für den Händler.