Meinung Zurück zur Sachlichkeit

Heiß diskutiertes Thema: Wie die Zukunft der Kindertagesstätte in Rieth aussieht ist gegenwärtig unklar. Foto:  

Wenn es um das Thema Kindergärten geht, wird nicht nur im Heldburger Unterland heiß diskutiert. Bei aller Emotionalität muss die Sachlichkeit gewahrt bleiben und Anfeindungen gegen Stadträte gehören rechtlich verfolgt, meint unser Autor.

Das Thema Kindergärten ist vielerorts ein heiß diskutiertes, schließlich geht es um das Wohl des Nachwuchses, der unter besten Bedingungen betreut werden soll. Bei Entscheidungen über die Zusammenlegung und daraus möglicher Weise resultierenden Schließungen von Kindertagesstätten wie aktuell in der Stadt Heldburg geplant, spielen viele Faktoren eine Rolle – unter anderem wirtschaftliche, personelle und pädagogische. Die Auslastung einer Einrichtung, die über eine gültige Betriebserlaubnis verfügen muss, ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, das die Kommunen bei dieser Pflichtaufgabe berücksichtigen müssen. Bei all diesen Einflussgrößen dürfen die Anliegen der Eltern im Sinne ihrer Kinder aber nicht vernachlässigt werden.

Im Stadtrat Heldburg wurde dazu ebenso diskutiert wie in den Ausschüssen, aber auch unter den Einwohnern in den einzelnen Ortsteilen und im Austausch von Bürgern und Kommunalpolitikern, um auch möglichst viele Wünsche der Eltern zu berücksichtigen. Offensichtlich besteht aber dringend weiterer Gesprächsbedarf, das hat die aktuelle Entwicklung gezeigt. Bereits klar sein dürfte ungeachtet dessen, dass es eine ideale Lösung die jedermann zufrieden stellt, bei einer solchen Standortanalyse wie zu den Kindertagesstätten in Gompertshausen, Hellingen und Rieth ohnehin kaum geben wird.

Sonnenklar ist aber auch, dass eines zwingend notwendig ist: eine sachliche Debatte ohne Anfeindungen. Drohungen wie aktuell gegen Heldburger Stadträte ausgesprochen, sie müssten mit Konsequenzen rechnen, wenn sie anders entscheiden, als manche Einwohner das wollen, sind keinesfalls ein Kavaliersdelikt, sondern zwingend rechtlich zu verfolgen. Was unzufriedene Bürger bei aller Emotionalität nicht vergessen sollten: Die Stadträte sind die gewählten Vertreter des Volkes und demokratische Entscheidungen sollten akzeptiert werden.

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jan-thomas.markert@insuedthueringen.de

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