Schon wieder Holocaust-Gedenktag. Was soll es da noch Neues geben – abgesehen von den üblichen Ritualen am 27. Januar, der an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz 1945 erinnert? Und doch gibt es Neues: Der Blick auf die Täter verändert sich und wird ehrlicher. Sie erscheinen nicht mehr als Monster, sondern als Menschen. Das ist beängstigend, weil Menschen dazu neigen, nur bedingt aus Fehlern und Katastrophen zu lernen.