Frieden – was ist das eigentlich? Die bloße Abwesenheit von Krieg? Ein Schweigen der Waffen, ein Aufatmen zwischen Fronten? Oder ist Frieden etwas Tieferes, das nicht von Verhandlungen, Grenzen oder Armeen abhängt? Vor einigen Tagen durfte ich ganz unverhofft an einer Friedensmeditation teilnehmen. Ein Freund hatte in einer kleinen Kirche dazu eingeladen – still, schlicht, fernab von großen Bühnen. Dort, zwischen Kerzenlicht und alten Mauern, war plötzlich eine Ahnung spürbar: Frieden beginnt nicht draußen, sondern innen. In Gedanken, in Gefühlen, im Blick auf den Menschen neben uns. Während der Meditation kamen Fragen, Antworten, kleine Erkenntnisse. Da war diese unerwartete Verbundenheit mit allen Anwesenden – Fremde, und doch nicht fremd. Am Ende blieb ein Gefühl von Seelenfrieden. Und die Hoffnung, dass dieses leise, kostbare Gut vielleicht die Welt erobern kann, wenn es in jedem einzelnen von uns zu wachsen beginnt.