Selbst die Vize-Weltmeisterin im Downhill, dem Abfahrtswettbewerb der Radfahrer, adelt den Thüringer Wald als Mountainbike-Revier. Der habe in vielen Punkten Vorteile gegenüber den Alpen, sagt Nina Hoffmann. Gut, sie ist Thüringerin und deshalb vielleicht nicht ganz objektiv. Radeln in der Heimat ist natürlich immer am schönsten. Doch sie hat eben auch den Vergleich mit Mountainbike-Revieren in aller Welt. Und so kommt sie zu dem Schluss, dass der große Vorteil des Thüringer Waldes ist, dass die Fahrer hier die Anstiege noch selbst hinaufstrampeln können, um sich dann in die Abfahrten zu stürzen. In den Alpen nehmen dafür viele Biker längst die Seilbahn. Und noch einen großen Vorteil hat der Thüringer Wald: Er ist nicht so überlaufen wie die bayerischen Alpen oder die Dolomiten. Biker müssen sich hier den Genuss nicht mit Tausenden anderen teilen. Und können so das erleben, was laut einer Umfrage viele von ihnen auf dem Mountainbike suchen: Das Gefühl von Freiheit. Der Regionalverbund Thüringer Wald muss daher mit Bedacht vorgehen, wenn er die Region unter die zehn besten Mountainbike-Reviere in Deutschland hieven will. Denn wenn es zum Stau auf dem Waldweg kommt, dann ist es schnell vorbei mit dem Gefühl von Freiheit. Seite 3