Meininger Region Bürgermeisterwahl in 31 Orten

Am Sonntag werden in 31 Orten der Region die Bürgermeister gewählt. Wasungen wählt ein hauptamtliches Oberhaupt, alle anderen Bürgermeister üben ihre Aufgabe im Ehrenamt aus. Foto: Christian Schwier - stock.adobe.com

In einer Stadt (Wasungen), in 16 Gemeinden sowie in 14 Ortsteilen der hiesigen Region werden am Sonntag die Bürgermeister gewählt. Die Amtszeit der Ortsteilbürgermeister beschränkt sich allerdings auf zwei Jahre.

In den meisten Amtsstuben der Meininger Region wird nach der Wahl alles beim Alten bleiben. In 12 der 17 selbstständigen Kommunen tritt der Amtsinhaber wieder an – zumeist ohne Gegenkandidaten. Das ist auch in der Stadt Wasungen so. Dort wird der einzige hauptamtliche Bürgermeister aus dem Altkreis Meiningen für die kommenden sechs Jahre gewählt: Thomas Kästner wirbt bei den Wählern um eine zweite Legislaturperiode. Überall dort, wo es nur einen Kandidaten gibt, hat der Wähler die Möglichkeit, als Alternative seinen Wunschkandidaten in das leere Feld auf dem Wahlzettel einzutragen.

Einen Mitbewerber haben lediglich die Bürgermeister Siegmar Kleffel mit Gerd Kemmerzehl in Rohr und Marco Rogowski mit Ingrid Heinrich in Schwarza.

Einen Wahlzettel ohne einen Vorschlag werden unterdessen die Mehmelser ausgehändigt bekommen. Dort hat sich offiziell kein Bewerber für das Ehrenamt gefunden. Allerdings hat René Gramann, der vor sechs Jahren in das Ehrenamt gewählt wurde, inzwischen seine Bereitschaft erklärt weiterzumachen, sofern die Mehrheit seinen Namen auf den Zettel schreibt. Zuvor hatte die Verwaltungsangestellte Manuela Richter öffentlich ihr Interesse an dem Amt bekundet.

Spannung verspricht die Wahl in Einhausen. Dort tritt die vor sechs Jahren gewählte Uta Zickler nicht noch einmal an. Gleich drei Bewerber, so viele wie nirgendwo sonst, stellen sich hier zur Wahl. Neben dem früheren Bürgermeister Lothar Ritzmann hoffen Sebastian Hanf und Tino Kilian auf die Wählergunst.

Ein neues Gesicht in der Amtsstube wird es auf jeden Fall auch in Neubrunn, Sülzfeld und Untermaßfeld geben. Die bisherigen Bürgermeister Martin Schellenberger, Eva Seeberg und Rolf Pohland hängen das Ehrenamt an den Nagel. In Neubrunn bewerben sich mit Katja Gutmann und Arno Schimpf zwei Kandidaten um die Nachfolge. In Untermaßfeld geht der Polizist Michael Trampler ins Rennen und in Sülzfeld die Landratsamtsmitarbeiterin Andrea Krieg.

Nicht nur in den Gemeinden, auch in 14 Ortsteilen wird der Bürgermeister gewählt. Dort allerdings nicht für sechs Jahre, sondern ausnahmsweise nur für zwei Jahre. Hintergrund für die kurze Amtszeit: So wird gewährleistet, dass in den betroffenen Gemeinden 2024 Ortsteilbürgermeister und Ortsteilräte zur gleichen Zeit gewählt werden und der Wahlrhythmus dann wieder identisch ist.

Für die Ortsteile gibt es überall nur einen Kandidaten – in Oberkatz offiziell gar keinen. Dort hat jetzt aber Detlef Nicolmann, Technischer Direktor am Meininger Theater, seine Bereitschaft erklärt, falls die Wähler seinen Namen auf den Wahlzettel schreiben sollten. Er wohnt seit vergangenem Jahr in dem Rhönort, dessen Bewohner Erfahrungen mit leeren Wahlzetteln haben. Schon vor sechs Jahren gab es keinen Kandidaten.

Fast überall in den Ortsteilen tritt der Amtsinhaber wieder an. Einzige Ausnahme: Hümpfershausen. Der langjährige Ortschef Manfred Kümpel kandidiert nicht mehr, Nachfolger will Fred Nitschke werden.

Einige Wahlberechtigten haben bereits per Briefwahl ihren Stimmzettel abgegeben. Wie Meiningens Wahlleiter Andreas Werner mitteilte, liegt die Quote der Briefwähler in seinem Zuständigkeitsbereich bei knapp neun Prozent. Vor sechs Jahren seien es nur rund sechs Prozent gewesen. Werner ist für die eigenständigen Gemeinden Sülzfeld und Untermaßfeld sowie die Ortsteile Walldorf, Wallbach, Stepfershausen und Henneberg zuständig.

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