Eigentlich haben Märchen immer ein gutes Ende. Ob das auch für Meiningens Märchenschloss Landsberg gilt, ist aber immer noch nicht ausgemacht. Denn dort fehlt nach wie vor der Prinz, der Dornröschen mit einem leidenschaftlichen Kuss aus dem langen Tiefschlaf weckt. Wobei der Prinz in diesem Fall eher der neue Thüringer Finanzminister ist, der für die Schloss-Rettung tief in die Schatztruhe greifen muss. Doch genau einen solchen gibt es noch nicht, so wie es keine neue Landesregierung gibt. Und die bisherige hat in dieser Frage nichts mehr zu entscheiden. Und so bleibt Meiningens Bürgermeister Fabian Giesder (SPD) aktuell auch nichts anderes übrig, als optimistisch in die Zukunft zu blicken und festzustellen: „Die jüngsten Gespräche mit der scheidenden Landesregierung waren konstruktiv.“ Nur konnten diese zu keinem Ergebnis führen. Daher gebe es „keine verlässlichen Absprachen“. Was Giesder meint: Die einst zugesagten 2,5 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt stehen nicht mehr zur Verfügung und die Verhandlungen darüber, ob es irgendwann wieder einen solchen Zuschuss geben kann, konnten bislang nicht geführt werden. „Wir hoffen auf weitere Gespräche für eine Unterstützung. Aber aktuell liegt das auf Eis“, so Giesder, der auch stellvertretender Vorstand der Stiftung Meininger Baudenkmäler ist. „Der Zeitpunkt ist gerade schlecht, doch die Hoffnung ist nach wie vor vorhanden.“