Meininger Kinderstadt Tiberanda: Spielend viel gelernt

Die Tore der Meininger Kinderstadt Tiberanda öffneten sich am Samstag weit. Im Rahmen ihres Stadtfestes präsentierten die Kinder, was sie gelernt hatten. Die Erwachsenen hatten allen Grund zum Staunen.

Tiberanda – das ist trotz der zweijährigen Corona-Zwangspause nach wie vor ein Markenzeichen für ausgezeichnete Ferien-Gestaltung. Die Meininger Kinderstadt steht für spielerisches Lernen mit riesengroßem Spaßfaktor. Und so konnte man auch am Samstag, als sich die Stadttore Tiberandas nahe dem Schlossplatz für die erwachsenen Besucher weit öffneten, in strahlende Gesichter sehen – bei Groß und Klein. Denn was die Kinder in nur fünf Tagen geschaffen haben, kann sich erneut sehen lassen!

In zwölf unterschiedlichen Berufen hatten sich die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung eine Woche ausprobieren können. Und so hatten Steinmetze, Tüftler, Kfz-Mechaniker und Künstler jede Menge toller Werke zu enthüllen. Schauspieler, Tänzer, Feuerwehrleute und Wissenschaftler sorgten mit ihren Präsentationen für Staunen. Die Arbeit der Bäcker fand am Samstag an verschiedenen Ständen reißenden Absatz. Die Hennenpost-Redakteure hatten ja schon über die Woche im Meininger Tageblatt immer wieder unter Beweis gestellt, dass es in Meiningen an journalistischem Nachwuchs nicht mangeln wird. Noch voll in Aktion waren zum Stadtfest die Filmemacher, um die Enthüllungen und Präsentationen in Videos zu konservieren.

Doch Tiberanda ist noch viel mehr. Hier wird auch Demokratie praktiziert. Der zwölfköpfige Stadtrat, der im Laufe der Woche einige Entscheidungen treffen musste, damit das Stadtleben funktionieren konnte, stellte sich den Gästen ebenso vor wie die beiden Bürgermeisterinnen.

Nicht nur das wird von Tiberanda 2022 in Erinnerung bleiben. Die Steinmetze fertigten eine wunderschöne Vogeltränke, die nun im Patientengarten des Helios-Klinikums Platz finden wird. Die Künstler erschufen Bilder, die im stationären Hospiz sicher nicht nur während der laufenden Wintergarten-Bauphase eine provisorische Wand verschönern sollen. Die Kfz-Mechaniker brachten das Auto-Langzeit-Projekt ein ganzes Stück voran. Schauspieler und Tänzer machten der Kulturstadt mit ihren Aufführungen alle Ehre und begeisterten in zwei Vorstellungen das Publikum. Der Feuerwehrnachwuchs ließ im wahrsten Sinne des Wortes bei einem aktionsreichen Löschangriff nichts anbrennen ...

Mit dem Song „Wer hat an der Uhr gedreht“ neigte sich am Samstagnachmittag das Stadtfest und die spannende Woche dem Ende entgegen. Die Organisatoren bedankten sich unter anderem bei der Stadt Meiningen, den Paten, der Feuerwehr, dem Theater (für die Kulissen) und den vielen Sponsoren für die großartige Unterstützung bevor die Wissenschaftler ihre Rakete „Tiberanda 1“ zündeten. Sie flog allerdings nur 30 Zentimeter hoch. Daraufhin wurde „Tiberanda 2“ mit „grünem Treibstoff“ gefüllt und flog sogar einige Meter hoch. Kurz vor dem Aufprall auf dem Boden öffnete sich planmäßig der bunte Fallschirm. Die Rakete wurde unter lautem Beifall sogar ein zweites Mal erfolgreich gestartet.

Als zum Abschluss ein letztes Mal die Hymne „Tiberanda hey“ von den Kinderstadt-Bewohnern geschmettert wurde, war das mit dem Wunsch gleichzusetzen: 2023 muss es Tiberanda wieder in Meiningen geben!

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