Meiningen - Der Name Orientalisches Zackenschötchen klingt harmlos schön, doch das täuscht. Genau wie die Optik. Karge Flächen wirken durch die gelben Blüten aufgewertet. Die Verwechslung mit harmlosen Raps ist vorprogrammiert. Zwar ist die einst nur von Sibirien bis Südosteuropa heimische Pflanze nicht giftig, doch ihre seit gut 20 Jahren zu beobachtende massive und dynamische Ausbreitung macht Experten vermehrt Sorgen. Auch die untere Naturschutzbehörde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen warnt: „In den letzten Jahren kann in Thüringen beobachtet werden, dass die Zackenschote auch auf ungenutzten beziehungsweise ungepflegten Trockenwiesen auftaucht. Im Fall der Betroffenheit von gesetzlich geschützten Halbtrockenrasen muss über Maßnahmen der Bekämpfung entschieden werden“, heißt es auf eine Anfrage von Meininger Tageblatt. Ein solches Erfordernis wäre bei einer nachweislichen erheblichen Gefährdung von naturnahen Ökosystemen, geschützten Biotopen, seltenen geschützten Arten oder Rote-Liste-Arten beziehungsweise bei einer Gefährdung von Zielen in Schutzgebieten gegeben, so die Behörde.