Über Wochen liefen die Vorbereitungen für den Meininger Weihnachtswald am Töpfemarkt. Julia Fischers Mutti sammelte Fläschchen und bereitete ihren beliebten Eierlikör vor, Patenmama Andrea Bode häkelte süße Püppchen und sogar Papa Wolfgang saß trotz gesundheitlicher Probleme in der heimischen Küche und rollte Rumkugeln. So war es immer und so sollte es auch in diesem Jahr sein. Viele emsige Helferlein vereinten ihre Kräfte für eine gute Sache - kochten, backten, nähten, bastelten, malten, strickten und experimentierten, um möglichst viele außergewöhnliche selbst gemachte Produkte zu schaffen, die am 3. Adventswochenende für bedürftige Mädchen in Sri Lanka veräußert wurden. 15 Jahre lang lebte und arbeitete die Meiningerin Julia Fischer in dem kleinen Inselstaat im Indischen Ozean. Gemeinsam mit ihrem Projektpartner Frank Lieneke aus Lengerich baute sie unter erschwerten Bedingungen ein Kinderheim für Mädchen auf. Das Projekt finanziert sich fast ausschließlich über private Spenden und ohne die Hilfe von Pateneltern und Sponsoren – viele auch aus Meiningen und Umgebung – ginge es nicht. Julia Fischer hielt deshalb immer den Kontakt zur Heimat, informierte im Meininger Tageblatt und stellte Vorträge und Spendenaktionen auf die Beine. So entstanden Kontakte und Freundschaften zu Unterstützern. Der beliebte Stand mit selbst gemachten Produkten war von Anfang an fester Bestandteil im Meininger Weihnachtswald. Seit zwei Jahren kann Julia nun auch selbst mit dabei sein.